Was schreibt man am Tag, an dem die Queen zu Grabe getragen wird, an dem die Welt eine Konstante verliert, an dem unwiderruflich eine neue Ära beginnt?
Innenpolitische Querelen gäbe es viele. Krisen ebenso - vom Klimawandel über eine tief gespaltene Gesellschaft bis hin zum drohenden Finanzkollaps durch Inflation und Energiechaos.
Da gibt eine lebendige Demokratie Hoffnung. Gleich sieben Volksbegehren sind ein starkes Lebenszeichen. Wer unterschreibt, unterstützt die Abschaffung oder Wiedergutmachung von Covid-Maßnahmen, Kinderrechte oder Recht auf Wohnen, die Abschaffung der GIS-Gebühr, den Kampf gegen Rassismus oder die uneingeschränkte Bargeldzahlung. Oder alle sieben Ideen.
Die Zahl Sieben könnte auch bald eine Rolle im Parlament spielen. Dann nämlich, wenn von den sieben Anwärtern auf das Amt des Bundespräsidenten - auch ein Zeichen von Demokratie - zwei auch bei den Nationalratswahlen antreten. Zum Beispiel Dominik Wlazny alias Marco Pogo und Tassilo Wallentin. Würden sie den Einzug schaffen, hätte Österreich sieben Parlamentsparteien, und für eine Mehrheitsbildung wären unter Umständen nicht mehr zwei oder drei, sondern sogar mehrere Parteien nötig.
Die Zerbrechlichkeit der Welt führt zu immer komplexeren Systemen. Und zurück zur Queen, die ein Kompass war in dieser immer unübersichtlicheren Welt.
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