Hörl schaltet sich ein

Klimabonus: Nächste ÖVP-Attacke gegen die Grünen

Tirol
11.09.2022 14:45

Nach dem Rücktritt von ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner im Zuge der Turbulenzen rund um den Klimabonus für Asylwerber attackiert der Tiroler Wirtschaftsbund- und Seilbahnen-Chef Franz Hörl den Koalitionspartner Grüne. Er ortet „Ideologiebesessenheit“.

Bei dem Standpunkt der Grünen bzw. dem Festhalten an der Regelung handle es sich um „Ideologiebesessenheit“, sagte der ÖVP-Nationalratsabgeordnete gegenüber der APA. Und was er, Hörl, von der grünen Ideologie halte, wisse man ohnehin. Der Tiroler gilt als beständiger Kritiker grüner Politik.

„Im Sinne des großen Ganzen“
Es habe sich um einen „Kompromiss“ bzw. die „Realität einer Koalition“ gehandelt, so der Nationalratsabgeordnete auf die Frage, ob ihm die Lösung inklusive Klimabonus für Asylwerber schmecke. „Im Sinne des großen Ganzen“ habe die Volkspartei dies akzeptiert - denn die „Alternative“ wäre gewesen, dass die so dringend notwendigen Hilfen für die Menschen, und speziell auch für die Familien, nicht geflossen wären. Das habe die ÖVP verhindern können.

Zitat Icon

Nicht wegen einer Generalsekretärin.

Franz Hörl in Bezug auf eine mögliche Spaltung der Partei

Sachslehner-Erklärung „einigermaßen unsolidarisch“
Den Rücktritt Sachslehners beurteilte Hörl als „notwendig“, sonst wäre wohl „vonseiten der Partei“ reagiert worden. Das Verhalten der Spitzenpolitikerin bzw. ihre „persönliche Erklärung“ nannte der Tiroler ÖVP-Grande „einigermaßen unsolidarisch und bemerkenswert“. Eine mögliche Spaltung der Partei ortete er nicht: „Nicht wegen einer Generalsekretärin.“ Auf die Frage, wie lange die türkis-grüne Koalition halten werde, meinte Hörl knapp: „Bis 2024.“

Tiroler VP brachte Stein ins Rollen
Hörls wahlkämpfende Tiroler Parteifreunde hatten zu Beginn der Woche den Stein ins Rollen gebracht und eine „sofortige Überarbeitung der Auszahlungsmodalitäten durch den Bund“ gefordert. Beim Klimabonus für Asylwerber handle es sich um ein „inakzeptables und fatales Signal“, hatte es aus der Landespartei geheißen. Tirols ÖVP-Obmann und Spitzenkandidat Anton Mattle sprach sich für eine Prüfung der Regelung aus, auch bei Häftlingen.

 Tiroler Krone
Tiroler Krone
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol



Kostenlose Spiele