Prostituierte ermordet
Nach 29 Jahren: DNA auf Serviette überführt Täter
In Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota ist am Donnerstag ein Geschäftsmann in einem bis vor Kurzem ungelösten Mordfall aus dem Jahr 1993 verurteilt worden. Jerry Westrom wurde des Mordes an Jeannie Childs für schuldig befunden. Auf die 35-jährige Prostituierte war damals 65-mal eingestochen worden. Die Frau hatte Wunden an Brust, Nacken, Rücken, Armen, Händen und Gesäß.
Um den Verdächtigen endgültig zu überführen, benötigten die Ermittler eine aktuelle DNA-Probe des Mannes. Eine Serviette, die Westroms nach dem Verzehr eines Hot Dogs während eines Hockeyspiels weggeworfen hatte, entlarvte den heute 56-Jährigen schließlich als Mörder der Sexarbeiterin.
Mörder mit Stammbaum-Website identifiziert
Fast drei Jahrzehnte lang hatte der Fall die Polizei ratlos zurückgelassen. Sie hatten zwar am Tatort Unmengen an DNA gefunden, diese aber niemandem zuordnen können. Jahrelang warf der Fall mehr Fragen als Antworten auf. Bis 2018, als die Strafverfolgungsbehörden die Hilfe eines Ahnenforschers gewinnen konnte, der mithilfe einer Stammbaum-Website Westroms DNA einer am Tatort gefundenen DNA zuordnen konnte.
Laut Angaben der „Washington Post“ argumentierte Westroms Anwalt, Steve Meshbesher, während des Prozesses, der mutmaßliche Zuhälter von Childs könnte deren Mörder gewesen sein. In den Händen der Ermordeten waren nämlich einige Haare des Mannes, der 2017 starb, gefunden worden.
Anwalt will gegen Urteil Berufung einlegen
Dem Sender CBS sagte Meshbesher, dass wohl ein „krankhafter Mensch“ Childs getötet habe, und fügte hinzu, dass sein Klient „nicht der Typ“ für so eine Tat sei. „Was auch immer passiert ist, es war brutal, aber die Frage ist ,Wer hat es getan?‘“, so der Anwalt des 56-Jährigen. Er kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.















Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.