Wie teuer kann das Reinigen eines Abflussrohres sein? Sehr teuer! Das musste dieser Tage eine betagte Dame in Zirl erfahren. Jetzt ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf Sachwucher. Es ist nicht das erste Mal, dass dies in Tirol in den letzten Wochen vorgekommen war.
Wer die Zwangslage einer Person schamlos ausnützt und horrende Rechnungen stellt, die im Missverhältnis zum Wert der erbrachten Leistung stehen, der begeht Sachwucher. So steht es sinngemäß im Gesetz. Bei dem Fall in Zirl sieht die Polizei diesen Tatbestand erfüllt.
Was war geschehen? Eine 81-Jährige suchte vor wenigen Tagen im Internet die Adresse eines Installateurs. In der Wohnung der Frau war ein Abflussrohr verstopft. Die Pensionistin fand, was sie suchte und engagierte telefonisch eine Firma. Die war prompt zur Stelle und behob den Schaden.
Ein Vielfaches von üblichem Preis verlangt
Satte 800 Euro verlangte der Dienstleister für seine Arbeit, ein Vielfaches von dem, was normalerweise für so eine Arbeit verrechnet wird. Die Tirolerin zahlte im ersten Schock, schaltete dann aber die Polizei ein. Die Ermittlungen laufen.
Der aktuelle Fall erinnert ein wenig an das Paar in Telfs, das Anfang August für einen Notfall am stillen Örtchen über 3000 Euro bezahlte. Auch damals hatten die Betroffenen den Betrag bezahlt, sich jedoch wenig später an die Polizei gewandt.









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