Arbeitsmarktservice Oberösterreich überprüft derzeit die Abrechnungen und Stundenzettel der insgesamt rund 21.000 Unternehmen, die die Corona-Kurzarbeit in Anspruch nahmen.
Wer hat zu viel abgerechnet? Gibt’s Ungereimtheiten? Das Arbeitsmarktservice Oberösterreich überprüft mit der Finanzpolizei und der Gesundheitskasse, ob bei der Kurzarbeitsbeihilfe in der Corona-Pandemie alles korrekt abgelaufen ist. „Unsere Mitarbeiter, die sonst die Kurzarbeit abwickeln, kümmern sich darum, die alten Fälle aufzuarbeiten“, verrät Gerhard Straßer, Geschäftsführer des AMS OÖ.
Was wird überprüft? „Die Abrechnungen und die Stundenzettel“, sagt der 64-Jährige. 120-mal gab’s bereits Betrugsalarm. „80 dieser Verdachtsfälle werden derzeit noch bei uns überprüft“, so Straßer, „bei 40 kam’s zu Anzeigen bei der Finanz“.
„Alle, die uns betrogen haben, werden wir nicht erwischen“
Rund 21.000 Unternehmen hatten im Zuge der Pandemie die Corona-Kurzarbeit in Anspruch genommen, zum Höchststand arbeiteten 292.000 Oberösterreicher kurz - das war im Jahr 2020. Wie Straßer die Zahl der Betrugsverdachtsfälle bewertet? „In Anbetracht der Gesamtgröße sind es wenige“, sagt er, der mit einer Verdoppelung der Fallzahl rechnet, bis alle Akten durchgearbeitet sind. „Alle, die uns betrogen haben, werden wir nicht erwischen“, meint der AMS-Chef.
Die Zahl der Kurzarbeitenden sank drastisch. Aktuell nehmen 787 Beschäftigte das Modell in Anspruch. Der Rückgang hat mit der guten Auftragssituation bei den Firmen zu tun - und damit, dass das Arbeitsmarktservice klarstellte, dass wegen der enormen Zahl an offenen Stellen die Kurzarbeit nicht goutiert wird, sondern Beschäftigte im „worst case“ auf den Jobmarkt entlassen werden sollen.










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