Weil generell die Kosten steigen und auch die Inflation weiter wächst, wird der Schulbeginn für Eltern zum teuren Vergnügen.
Hefte, Hüllen, Buntstifte, Kleber und Füllfeder – Schüler benötigen zum Schulstart eine Vielzahl an Artikeln. So brauchen Taferlklassler Waren im Wert von bis zu 125 Euro, bei Mittelschülern und Gymnasiasten können es bis zu 192 Euro werden, wie die Arbeiterkammer OÖ herausgefunden hat.
Das sorgt bei vielen Familien für Sorgenfalten, vor allem, wenn man mehr als ein Schulkind hat. Das merken auch gerade die Händler, wie Melanie Hofinger (Meritas by Melanie Hofinger in Linz): „Man sieht schon, dass der Preis eine Rolle spielt. Die Eltern kommen heuer sehr gut vorbereitet und wollen alles auf einmal bei uns kaufen, weil sie sich dadurch einen Rabatt erwarten“, erzählt sie im Gespräch mit der „Krone“.
„Leute wollen nicht mehr von einem Geschäft zum anderen fahren“
Auch Georg Obereder, Spartenobmann an der Wirtschaftskammer, sieht diese Entwicklung. Und: „Die Leute wollen auch nicht mehr von einem Geschäft zum anderen fahren, nur weil es bei einem branchenfremden Diskonter vielleicht ein bisschen billiger ist“, sagt er. Und Obereder zählt auch gleich die Vorzüge des Fachhandels auf: „Es gibt Goodies, Aktionen – und vor allem eine gute Beratung. Und wenn etwas nicht vorrätig ist, können wir es schnell besorgen.“
Günstige Alternativen zu suchen, hilft beim Sparen
Wer sich schon im Vorfeld gut vorbereitet und nach günstigen Alternativen zu oft teureren Markenprodukten sucht, kann viel Geld sparen, zeigt die Arbeiterkammer (siehe Grafik). Gerade bei teureren Produkten lässt sich spürbar sparen: Bis zu 18 Euro sind es etwa bei einem Zirkel, bei Buntstiften (24 Stück) maximal 14 Euro und rund neun Euro bei Füllfedern.
Die AK gibt allerdings auch zu bedenken: „Hochwertigere Produkte haben oft den Vorteil, dass Ersatzteile verfügbar sind und sich dadurch eine längere Verwendungsdauer mit Kostenersparnis ergibt.“ Es wird also nicht einfacher für Menschen, vor allem für jene, die ohnehin weniger Geld zur Verfügung haben.
In Sachen Schulhefte rät Hofinger übrigens dazu, schon jetzt auf Vorrat zu kaufen. „Wir können davon ausgehen, dass im September die Preise in diesem Bereich ansteigen werden. Es macht also Sinn, schon jetzt auf Vorrat zu kaufen, denn da spart man sich bestimmt einiges“, so Hofinger.
An den Schulen wird schon Papier gehortet
Apropos Vorrat: Der Linzer Schuldirektor Wolfgang Waxenegger (Fachschule der Oblatinnen in Linz) machte es schon im April vor. Weil schon damals die Papierpreise stark angestiegen sind, hat er Kopier-Papier palettenweise für die kommenden beiden Schuljahre gekauft (die „Krone“ berichtete). 200.000 Blatt Papier kaufte er.
Viele seiner Kollegen haben nun nachgezogen. „Schulen haben Paletten davon gekauft“, weiß Melanie Hofinger und meint weiter: „Das Kopier-Papier ist das ,Gold‘ an den Schulen. Es wird noch immer viel benötigt, ist teuer und damit ein Kostenfaktor.“ Georg Obereder kann das bestätigen und hat auch eine Erklärung. „Beim Kopier-Papier gibt es eine Preisgarantie, die nur einen Monat dauert, damit wird das Papier natürlich schneller teurer“, sagt er.
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