Geschmacksdetails

„Bei Salz erleben viele erst den Aha-Effekt“

Oberösterreich
21.08.2022 14:00

Geschmackssache: Daniel Hochmair tüftelt bei den Salinen in Ebensee an Innovationen, die unseren Speisen Würze verleihen.

Der Schraubverschluss ist kupferfarben, das Gefäß selbst erinnert an einen Tiegel, in dem Kosmetik abgefüllt sein könnte - doch wenn Daniel Hochmair nach dem Glas mit der Aufschrift „Salzzart“ greift, denkt er an Gourmet-Küche, in der Salzflocken direkt vor dem Servieren etwa auf ein Steak gestreut werden.

„Das Salz ist handgeschöpft“, sagt der 48-Jährige, der seit zehn Jahren in der Produktentwicklung der Salinen Austria tätig ist. Industriedesign hat er studiert, war dann im Möbelbereich tätig, ehe er ganz in die Lebensmittelbranche eintauchte. Der Trend des Handels, in den letzten Jahren in den Filialen richtige Genusswelten aufzubauen, befeuerte auch die Nachfrage nach Speisesalz der Salinen. „Die Menschen haben das Salz entdeckt - vor allem die Vielfalt“, so Hochmair.

1,2 Millionen Tonnen Salz pro Jahr
Die Salinen gewinnen an ihren Standorten in Bad Ischl, Altaussee und Hallstatt jährlich vier Millionen Kubikmeter Sole, aus denen wiederum 1,2 Millionen Tonnen Salz hergestellt werden. Der Großteil wird zu Streusalz weiterverarbeitet, nur 7000 Tonnen davon landen als Kristallsalz in den Supermarktregalen und werden hier unter der Marke „Bad Ischler“ verkauft: von der 10-Gramm-Dose bis zum 1-Kilo-Karton.

„Viele glauben, dass Salz nur Salz ist und erleben erst beim Probieren den Aha-Effekt“, erzählt Hochmair, der zum Verkosten von neu entwickelten Salz-Varianten Gurke, Brot, Butter und Topfen serviert, um das Gewürz in Szene zu setzen. Woher er seine Inspiration nimmt? „Es ist eine Mischung aus persönlichen Erfahrungen und den Anforderungen unserer Kunden.“

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