Neben einem ÖVP-Politiker trieb auch ein weiterer Christkindl-Fälscher sein Unwesen in Oberösterreich. In höchst professioneller Manier soll er unzählige zur Gänze gefälschte Briefe für Hunderttausende Euro an Sammler gebracht haben.
Was Staatsanwälte und Ermittler in Oberösterreich aktuell erleben, klingt wie aus einem schlechten Film. Nachdem von Linz aus, wie berichtet, gegen einen ÖVP-Politiker ermittelt wird, der gefälschte Briefe des weltberühmten Christkindl-Postamtes an Sammler verkaufte, kamen Kriminalisten nun offenbar einem weiteren Fälscher auf die Schliche.
Zwei Männer, eine Leidenschaft
Er ist ebenso leidenschaftlicher Sammler, ebenso aus Oberösterreich - genauer aus dem Hausruckviertel. Doch zwei Dinge unterscheiden ihn grundlegend von Fälscher Nummer 1: Er soll keinerlei Reue zeigen. Und er soll laut Insidern weit professioneller agiert haben. Während im ersten Fall „lediglich“ andere Marken aufgeklebt und „nur“ der beliebte Sonderstempel des weihnachtlichen Postamtes falsch war, ist beim zweiten Fälscher offensichtlich alles falsch - auch Briefkuvert und Co.
Beschuldigter zeigt sich nicht geständig
Betroffen sollen Briefe aus den Jahren 1950 bis 1954 sein, die in der Sammlerszene alleine im Katalogwert im vierstelligen Eurobereich gehandelt werden. Möglich, dass sogar erstgenannter Fälscher beim zweiten Fälscher gekauft hat und betrogen wurde. Auch gegen den Hausruckviertler (Name der Redaktion bekannt) wird ermittelt.
Der Schaden, den er mit Verkäufen verursacht haben soll, geht in die Hunderttausende. Der Mann zeigt sich laut „Krone“-Infos nicht geständig. Er soll behaupten, die Fälschungen seien eine Erbschaft, die er im Keller fand. Es gilt die Unschuldsvermutung.










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