Retter gruben Tunnel

Eingeschlossene Bergleute in der Karibik befreit

Ausland
10.08.2022 07:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Dominikanischen Republik sind zwei zehn Tage lang in einer Mine eingeschlossene Bergarbeiter befreit worden. Die beiden Männer seien am Dienstag durch einen gegrabenen Rettungstunnel in Sicherheit gebracht worden, teilte das Bergbauunternehmen Corporación Minera Dominicana (Cormidom) mit. Der Präsident des Karibikstaates, Luis Abinader, veröffentlichte ein Video mit den beiden Geretteten, die lächelten und bei guter Gesundheit zu sein schienen.

Gregores Méndez aus der Dominikanischen Republik und der Kolumbianer Carlos Yépez Ospina wurden dann für medizinische Untersuchungen in ein Krankenhaus geflogen. In dem Video sagte Yépez, sie hätten die Zeit unter Tage unter „guten Bedingungen“ verbracht. Es habe Luft, Trinken und Nahrung gegeben. „Wir haben auch bequem geschlafen, deswegen war unser Aufenthalt nicht so schlimm“. Die ersten Tage seien aber „erschütternd“ gewesen.

Kanada lieferte Maschinen und Geräte für Rettung
Die beiden Männer waren Ende Juli nach einem Erdrutsch in der Kupfer- und Zinkmine Cerro de Maimón rund 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santo Domingo eingeschlossen worden. An ihrer Rettung waren mehr als 70 Bergbau-Experten und 40 weitere Techniker beteiligt. Am Sonntag brachte eine kanadische Militärmaschine 26 Tonnen an Maschinen und Geräten für die Rettungsarbeiten in die Dominikanische Republik.

Bangen um Bergleute in Mexiko
Derweil versuchen Rettungskräfte in Mexiko, zehn seit rund einer Woche in einem Kohlebergwerk im Norden des Landes eingeschlossene Kumpel zu befreien. Die Behörden hoffen, dass Rettungstaucher am Mittwoch oder Donnerstag zu den Arbeitern vordringen können. In dem Kohlebergwerk in Agujita im nördlichen Bundesstaat Coahuila hatte es vergangene Woche einen Einsturz gegeben, dabei lief ein Stollen mit Wasser voll.

Die Rettungskräfte pumpen derzeit das Wasser ab. Videoaufnahmen einer Unterwasserdrohne zeigten aber am Montag, dass es für Taucher noch zu riskant wäre, einen Rettungsversuch zu unternehmen. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador sagte am Dienstag, es solle so lange Wasser abgepumpt werden, bis der Wasserspiegel auf eineinhalb Meter gesunken sei.

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