Dass durchaus anspruchsvolle und anhörbare Pop/Rock-Musik mit deutschen Texten auch aus Österrich kommen kann, beweisen derzeit Shiver. Nach der Hitsingle "Dieser Augenblick" bringen die vier Grazer jetzt ihr Debütalbum "Zwischen den Zeilen". Und da findet sich noch der eine oder andere Ohrwurm drauf.
Shiver beschreiben sich selbst als amerikanischeGitarrenband mit deutschen Texten, zugleich wollen sie aber -wie wohl alle Bands - viel mehr als nur das sein.
Schauen wir uns die CD also ein wenig genauer an.Was auffällt: es ist kaum ein schwacher Song drauf, dafüraber gleich ein paar Hadern in der Klasse von "Dieser Augenblick".Praktisch jeder Song (bestes Beispiel neben "Dieser Augenblick"ist "Es wird gut", aber auch "Zu den Sternen" lässt einenmitheulen) fordert beim Refrain zum Mitsingen auf. Die markanteStimme von Andreas Gasser verhilft jedem Song zu einem extremhohen Wiedererkennungswert.
Was auf Dauer ein bisschen nervt ist die ständigleidende Stimme von Sänger Andreas Gasser. Andererseits passtdieses Leiden wiederum herrlich zu den zumeist sehr bombastischenNummern von Shiver.
Ansonsten ist das erste Album von Shiver auf einemMajor-Label durchaus gelungen. Man darf gespannt sein, wie schnellsich dieser Stil abnützt. Offen bleibt nach "Zwischen denZeilen" auch die Frage, wieso der ORF Jahr für Jahr ein Kasperltheaterum die Vorausscheidung zum Songcontest macht, wenn doch genugprofessionelles Material herumschwirrt - Shiver, Christl Stürmer...vielleicht sollte man ja wirklich mal Profis ran lassen...
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