Im Großraum Innsbruck ist am Montag kurz vor 11 Uhr flächendeckend der Strom ausgefallen. Wie mittlerweile bekannt wurde, habe es beim Umspannwerk Ost im Zuge von Bauarbeiten eine technische Großstörung gegeben. Zigtausende Haushalte, Firmen und unter anderem auch die Nordkettenbahnen waren vom Stromausfall betroffen.
Sofort wurde unter Hochdruck an der Behebung gearbeitet. Erste Gemeinden waren relativ rasch wieder mit Strom versorgt. In großen Teilen Innsbrucks, wo etwa sämtliche Straßenbahnen stillstanden und Ampelanlagen ausgefallen waren, gingen gegen 11.30 Uhr die Lichter wieder langsam an.
Es sind sehr viele Aufzüge quer über die Stadt stecken geblieben, die Einsätze werden abgearbeitet.
Hannes Anzengruber, Vizebürgermeister Innsbruck
Laut dem Innsbrucker Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (ÖVP), der gleichzeitig auch Sicherheitsstadtrat ist, wurde die Feuerwehr-Einsatzleitung hochgefahren. „Es sind sehr viele Aufzüge quer über die Stadt stecken geblieben, die Einsätze werden abgearbeitet.“ Es gab eine technische Großstörung im Umspannwerk Ost, so Anzengruber weiter.
Innsbruck und 34 weitere Gemeinden betroffen
Vonseiten des Betreibers Tinetz hieß es mittlerweile: „Bei Umbauarbeiten im Umspannwerk Ost in Innsbruck kam es am Montagvormittag zu einer Schutzauslösung und in der Folge zu einem großflächigen Versorgungsausfall im Zentralraum.“ Neben der Landeshauptstadt (zirka 100.000 Haushalte) seien 34 weitere Umlandgemeinden zeitweise ohne Strom gewesen. Alles in allem ist von 140.000 Haushalten/Anschlüssen die Rede.
Der Fehler konnte sehr schnell gefunden und behoben werden.
Christian Ammer von der Tinetz
„Der Fehler konnte sehr schnell gefunden und behoben werden. Nach etwa 30 Minuten war ein Großteil der betroffenen Netzkunden wieder versorgt“, so Christian Ammer, Tinetz-Abteilungsleiter für die Systemführung Netze, in einer Aussendung.
Tausende Haushalte und Firmen betroffen
Laut Tinetz (Tochtergesellschaft der Tiwag) waren neben Innsbruck auch große Teile des Bezirks Innsbruck-Land - insbesondere in Richtung Oberland - von Stromausfällen betroffen. Die genaue Ursache steht bisher noch nicht fest. Kurzzeitig waren weit über 400 Trafostationen unterversorgt.
Bergbahnen standen still, Lifte blieben stecken
Betroffen vom Stromausfall waren auch Bergbahnen. Bei der Nordkettenbahn steckten rund 40 Gäste in den Gondeln fest, bei der Hungerburgbahn waren es rund 50 Fahrgäste.
In der ganzen Stadt blieben zahlreiche Lifte stecken. „Teilweise kam es dabei auch zu Panikreaktionen“, so Anzengruber. Die Feuerwehr stand im Dauereinsatz. Die Klinik blieb aufgrund von Notstromaggregaten verschont.









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