
Zu viele fossile Brennstoffe werden laut Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) in OÖ zur Warmwasseraufbereitung verheizt. Er fordert jetzt eine Offensive für Solarenergie.
Sonne und Hitze begleiten uns seit zwei Wochen. Das Sonnenlicht werde aber viel zu wenig als Energiequelle genutzt, meint Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne): „Österreichweit verbrennen 1,3 Millionen Heizkessel und Gasthermen teures Öl und Gas, um warmes Wasser für Bad und Küche zu erzeugen.“
Verdreifachung möglich
Auch im Hinblick auf einen drohenden Gas-Engpass fordert er jetzt eine „große Solar-Offensive“. Das Potenzial dafür ist da: Laut Austria Solar, dem Fachverband der Anbieter von Solarwärmeanlagen, könnte die solare Wärmeproduktion in den kommenden Jahren in Österreich von aktuell 2100 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr auf bis zu 7000 GWh verdreifacht werden.
„Eine vierköpfige Familie verbraucht rund 170 Liter Warmwasser pro Tag. Heizt sie mit Öl oder Gas, braucht sie dafür 400 Liter Öl oder 330 Kubikmeter Erdgas pro Jahr“, sieht Kaineder enormes Einsparpotenzial. Von den für die Wärmeversorgung zuständigen Bundesländern fordert er unter anderem eine Solarwärme-Infokampagne, eine Verdoppelung der Landesförderung für 2022 und eine Bauordnung, die sicherstellt, dass jedes neue Haus eine Solaranlage auf dem Dach hat.
















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