Die Bundesregierung hält am baldigen Aus der Quarantäne fest - epidemiologisch mache das auch durchaus Sinn, sagen Experten. Arbeitsrechtlich birgt das Quarantäne-Aus allerdings Probleme: Die Arbeiterkammer fürchtet, dass Menschen mit Symptomen arbeiten gehen - aus Angst, ihren Job zu verlieren.
Komplexitätsforscher Peter Klimek etwa hält ein Quarantäne-Aus für vertretbar, wir berichteten. Er plädiert allerdings für die Wiedereinführung einer Maskenpflicht in Innenräumen. Die AK unterdessen fürchtet - bei einer Einführung der bisherigen geleakten Regierungspläne - vor allem Konflikte innerhalb der Belegschaft bzw. zwischen Arbeitnehmern und -gebern.
Die „Krone“ hat die Situation nun etwas genauer unter die Lupe genommen und fasst die Pros und Kontras zusammen.
Was für ein Quarantäne-Aus spricht:
Was gegen ein Quarantäne-Aus spricht:
Unsere Erfahrung zeigt, dass immer mehr Menschen - aus Angst vor dem Jobverlust oder aus Sorge, Kolleginnen oder Kollegen im Stich zu lassen - regelmäßig krank arbeiten gehen.
Philipp Brokes, Arbeiterkammer Wien
Die Arbeiterkammer richtet der Bundesregierung abschließend aus: „Wir sehen durchaus die Gefahr, dass Personen mit Covid-19-Symptomen in Drucksituationen geraten könnten, insbesondere vor dem Hintergrund einer ausartenden Teuerungswelle.“ Es müsse ein gesamtgesellschaftliches Interesse sein, nicht zuzulassen, dass sich Menschen in unserem Land zwischen ihrer Gesundheit und dem Arbeitsplatz entscheiden müssen.












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