Nachdem die Sinnhaftigkeit der „Absonderungsmaschinerie“ zuletzt immer deutlicher angezweifelt wurde - unter anderem von GECKO-Vorsitzender Katharina Reich selbst -, scheint es mit der Corona-Quarantäne demnächst zu Ende zu gehen. Stattdessen soll es künftig eine Verkehrsbeschränkung für Infizierte geben, die dann nur noch bestimmte vulnerable Bereiche nicht betreten dürfen. In Büro, Bar oder Restaurant darf man damit auch Corona-krank.
Hintergrund für den durchaus drastischen Einschnitt im Kampf gegen die Pandemie sind hauptsächlich massive Personalengpässe, die durch hohe Corona-Fallzahlen und Quarantäne verursacht werden. Wie berichtet, kam es etwa bereits bei vielen Fluglinien zu Ausfällen. Das soll bei der kritischen Infrastruktur (Spitäler etc.) keinesfalls geschehen. Viele Menschen versuchen außerdem, einer möglichen Quarantäne zu entgehen, indem sie sich schlicht nicht mehr testen.
„Corona-Teams“ am Arbeitsplatz
Daher nun die sogenannte Verkehrsbeschränkung. Doch auch hier dürfte es mitunter zu skurrilen Situationen kommen - so sei etwa geplant, dass es „Corona-Teams“ geben soll, ein aktuell kursierender Verordnungsentwurfs zeigt, der auch der „Krone“ vorliegt. Infizierte sollen also mit Infizierten arbeiten - hier darf dann auch die Maske fallen ...
Die (FFP2-)Maske ist offenbar ohnehin die letzte Maßnahme, an der die Regierung noch hängt. Sie soll laut Entwurf als „strenge Schutzvorkehrung“ während der Verkehrsbeschränkung gelten. Zum Arbeitsplatz, in die Gastro oder auf den Sportplatz darf man als Infizierter künftig wohl ausschließlich mit Maske - und die müsse dann „durchgehend“ getragen werden. Wenn man sie nicht tragen will oder darf (etwa aus medizinischen Gründen), soll ein Betretungsverbot der genannten Bereiche gelten.
Fix nicht betreten dürfen Infizierte weiterhin Spitäler, Pflegeheime, Kindergärten oder Volksschulen.
Ob die Regelungen tatsächlich so in Kraft treten werden, ist offen. Mittlerweile hat das Gesundheitsministerium immerhin die Existenz entsprechender Pläne bestätigt. Dort will man aber „in Ruhe arbeiten“, wie Minister Johannes Rauch (Grüne) kürzlich erklärte. Für Kritik sorgt einmal mehr, dass der Entwurf bislang nicht mit SPÖ-geführten Ländern abgestimmt worden sei - obwohl er bereits im August schlagend werden könnte.












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