Soldaten begraben
Wirbel um Rap-Video auf Friedhof bei Triest
Empörung in Italien: Zwei Rapper haben ein Video auf dem österreich-ungarischen Soldatenfriedhof bei Triest gedreht. Die Burschen sangen über Drogenkonsum und Prostitution.
Das Rapperduo „Depra ft. Senx“ wählte jenen Friedhof aus, auf dem 1934 österreichisch-ungarische Soldaten begraben worden waren, die während des großen Kriegs zwischen Monfalcone und dem Monte Ermada gefallen sind. Themen des Liedes: Drogen und Prostitution.
Senatorin: „Gedenkstätten keine Bühne“
Die Bevölkerung ist empört über die Aufnahme und fordert eine Strafe für die beiden Musiker. Auch Tatjana Rojc, Senatorin aus Triest, äußerte sich dazu: „Die Gedenkstätten unseres Landes sind keine Bühne für schräge Auftritte. Das ist skandalös, auf einem Friedhof, auf dem die sterblichen Überreste Hunderter unschuldiger junger Soldaten ruhen, die an einer der blutigsten und tragischsten Fronten des Ersten Weltkriegs kämpfen mussten, Werbung zu machen.“
Der österreichisch-ungarische Friedhof von Aurisina ist bis heute in sehr gutem Zustand. Maßgeblich für die Pflege eingesetzt haben sich die Junge Feuerwehr Oberösterreich (1974–75) und anschließend die Vereinigung des Österreichischen Schwarzen Kreuzes (1993, 1996, 2010 und 2012).







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