Empörung über Rapper
Italien: Tanzend und singend auf Soldatenfriedhof
Ein Videodreh des Rapper-Duos „Depra ft. Senx“ sorgte für Empörung in Italien. Ausgerechnet ein österreichisch-ungarischer Soldatenfriedhof in Triest wurde als Drehort für ihr Musikvideo gewählt. Die beiden Rapper zeigten sich singend und tanzend auf einem Friedhof, auf dem 1934 österreichisch-ungarische Soldaten begraben wurden. All dies für einen Song, der Drogenkonsum und Prostitution verherrlicht.
Die italienische Bevölkerung zeigte sich höchst verärgert, berichteten Triester Medien. „Manche Menschen ziehen leider keine Lehren aus der Geschichte. Ich hoffe, dass die zuständigen Behörden eine exemplarische Strafe gegen die Täter verhängen, auch um weitere ähnliche Vorfälle zu verhindern“, kommentierte der regionale Sicherheitsbeauftragte Pierpaolo Roberti.
„Das ist skandalös“
Auch die Senatorin aus Triest, Tatjana Rojc, verurteilte das Musikvideo des Rapperduos und meldete sich mit einer Presseaussendung zu Wort: „Die Gedenkstätten unseres Landes sind keine Bühne für schräge Auftritte. Das ist skandalös, auf einem Friedhof, auf dem die sterblichen Überreste Hunderter unschuldiger junger Soldaten ruhen, die an einer der blutigsten und tragischsten Fronten des Ersten Weltkriegs kämpfen mussten, Werbung zu machen.“
Die Gedenkstätten unseres Landes sind keine Bühne für schräge Auftritte. Das ist skandalös, auf einem Friedhof, auf dem die sterblichen Überreste Hunderter unschuldiger junger Soldaten ruhen, die an einer der blutigsten und tragischsten Fronten des Ersten Weltkriegs kämpfen mussten, Werbung zu machen.
Tatjana Rojc - Senatorin aus Triest
Soldatenfriedhof in gutem Zustand
Der österreichisch-ungarische Friedhof von Aurisina ist bis heute in sehr gutem Zustand. Maßgeblich für die Pflege eingesetzt haben sich die Junge Feuerwehr Oberösterreich und anschließend die Vereinigung des Österreichischen Schwarzen Kreuzes. In dem von einer Steinmauer umgebenen Friedhof sind die österreichisch-ungarischen Soldaten begraben, die während des Großen Kriegs zwischen Monfalcone und dem Monte Ermada gefallen sind.












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