Wegen Teuerung

Auch Nachhilfe wird immer mehr ein Luxusgut

Oberösterreich
05.07.2022 08:00

Nachprüfungen sind nicht nur eine psychische Belastung für die Kinder, sie werden auch immer öfter zu einer finanziellen Bürde für die Eltern

 Denn wer seine Sprösslinge in den kommenden Ferien in Kurse oder zur Nachhilfestunde schickt, um Lerndefizite auszugleichen, der muss mitunter ganz schön tief in die (Geld-)Tasche greifen.

Fast 50 Euro für eine Stunde
Das zeigt auch eine aktuelle Preiserhebung der Konsumentenschützer der Arbeiterkammer. Demnach muss man in Oberösterreich für eine Stunde Unterricht in einer Kleingruppe zwischen 13,22 und 24,84 Euro ausgeben, und Einzelunterricht kostet von 28 bis 49,33 Euro pro Stunde. Wichtig sei es, sich zu informieren, denn neben dem Preis sollte auch die Dauer der einzelnen Einheiten und die Gruppengröße vor der Buchung beachtet werden.

Angesicht der Preise ist es allerdings nicht verwunderlich, dass in einer Umfrage der AK vier von zehn Eltern in Oberösterreich, deren Kinder Nachhilfe erhalten, angeben, dadurch sehr oder spürbar belastet zu sein.

Alleinerzieher sind besonders belastet
Bei Familien mit einem Einkommen von maximal 2000 Euro sind es sogar sechs von zehn, die angeben, belastet zu sein. Und bei alleinerziehenden Elternteilen mit einem Nachhilfekind tun sich schon rund zwei Drittel mit der Finanzierung der Lernunterstützung schwer.

Nachhilfe ist ein Millionengeschäft. Im Jahr 2020 wurden in Oberösterreich zwölf Millionen Euro in diesem Bereich ausgegeben. 500 Euro zahlt eine oö. Familie durchschnittlich im Jahr, wenn der Nachwuchs beim Lernen Hilfe braucht.

Und Corona sorgte für zusätzliche Probleme, denn viele Kinder waren mit Distance Learning und Homeschooling überfordert oder alleingelassen und haben den Anschluss verloren. Die Folge: Sie müssen Nachhilfe nehmen, um das Versäumte wieder aufzuholen.

Förderpaket und Hilfe an den Schulen
Doch mittlerweile gibt es auch an den Schulen Förderprogramme und Hilfe für die Kinder, die kostenlos sind.

„In der Schule setzen wir zur Unterstützung ganz klar auf Förderung. Hierzu gibt es in Oberösterreich verschiedene Möglichkeiten, die wir anbieten. Das größte Unterstützungspaket ist hier sicherlich das vom Bildungsministerium initiierte Corona-Förderpaket, das wir bestmöglich ausschöpfen. Auch die Sommerschule ist ein Ort, an dem wir jenen Schülerinnen und Schülern die individuelle Förderung bieten, die sie brauchen. Ziel ist ein bestmögliches Bildungsangebot für alle“, so Bildungsdirektor Alfred Klampfer.

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