Beide Beine verloren
Kriegsfotograf arbeitet nach Minen-Unfall wieder
Das Bild zeigt Soldaten und Besucher, die am Mittwoch der Zeremonie zur Schließung des bekannten Walter-Reed-Militärkrankenhauses in Washington beiwohnten. Dort wurde auch Silva selbst behandelt. Nun stehen Silva und die anderen Patienten in der Militärklinik von Bethesda im Bundesstaat Maryland unter ärztlicher Obhut.
Zufällig als Pressefotograf engagiert
Dass Silvas Foto auf die Titelseite kam, hatte eine kuriose Vorgeschichte: Der US-Amerikaner war privat bei der Zeremonie und schoss Fotos für das eigene Familienalbum. Als er zufällig die "Times"-Korrespondentin Sabrina Tavernise traf, mit der er bereits auf unzähligen Auslandseinsätzen war, wurde er sofort als neuer, alter Pressefotograf engagiert.
Bei Minen-Explosion schwer verletzt
Joao Silva war im Oktober 2010 mit einer US-Patrouille in der südafghanischen Provinz Kandahar unterwegs, als er bei einer Minen-Explosion schwer verletzt wurde. Der Fotograf wurde zunächst nach Deutschland ausgeflogen und kam dann ins Walter-Reed-Krankenhaus. Nur wenige Stunden nach dem schrecklichen Unfall sprach der Chefredakteur der "Times", Bill Keller, Silva Mut zu und sagte: "Wir werden ihn bei der Arbeit vermissen, aber ich habe keine Zweifel, dass er bald wieder in Aktion treten wird."
Inzwischen ermöglichen ihm zwei Beinprothesen und ein Spazierstock das Gehen. "Bis jetzt gehe ich, aber es wird der Moment kommen, in dem ich werde rennen können", sagte er der "Times". Im November will er auf einem handbetriebenen Fahrrad am New-York-Marathon teilnehmen.
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