Landeshauptmann Peter Kaiser wurde beim Parteitag mit 99,08 Prozent als SPÖ-Chef bestätigt. In den Reden auffällig: viel Bundes- und recht wenig Landespolitik...
Wie erwartet: Der Parteitag der SPÖ Kärnten wurde zum Fest für Peter Kaiser. Der Landeshauptmann wurde nicht nur als Retter von Partei und Land gefeiert, er wurde mit starken 99,08 Prozent der Delegiertenstimmen in der Funktion als Landesparteivorsitzender bestätigt. Zum Vergleich: Martin Gruber erhielt beim ÖVP-Parteitag vor einer Woche 99,6 Prozent.
Pamela Rendi-Wagner in Kärnten
Echt unerwartet: Die Reden von Bundeschefin Pamela Rendi-Wagner und Kaiser kamen fast ohne Landespolitik aus. Rendi, die wieder bewies, dass sie vielleicht alles wird, nur keine mitreißende Rednerin, ging jedenfalls mit der Bundesregierung hart ins Gericht: „Das Anti-Teuerungspaket ist ein Hohn, nichts wird billiger.“ Rendi forderte erneut die Besteuerung von Erbschaften.
Der „Plan K“ (wie Kärnten) war es, der Kaisers Rede dominierte. „Wir wollen die beste Bildung, gute Arbeit, eine gesunde Zukunft, leistbares Leben und einen modernen Sozialstaat“, so Kaiser, der die 439 delegierten Genossen optimistisch stimmte: „Zusammen sind wir unschlagbar. Denn wir sind der Fortschritt!“
Landtagswahl am 5. März 2023
Für den Flughafen werde die SPÖ kämpfen, so der LH, der die politischen Mitbewerber im Land mit keinem Wort erwähnte. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass die SPÖ den Parteitag nicht als Wahlkampfauftakt verstand, dass weiterhin der planmäßige Wahltermin 5. März 2023 angestrebt wird.
Einer wird den gestrigen Tag in besonders guter Erinnerung behalten. Reinhart Rohr. Der Landtagspräsident erhielt die Viktor-Adler-Plakette, die höchste rote Auszeichnung, verliehen.
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