In der vorigen Saison durfte sich der ALPLA HC Hard noch über den Meistertitel freuen. In dieser Spielzeit kassierte der Liga-Krösus allerdings eine herbe Finalniederlage gegen Krems. „Krone Vorarlberg“-Handballexperte Harald Armellini legt in seiner Kolumne „Der 8. Mann“ schonungslos offen, woran es bei den Hardern mangelte - nicht erst in dieser Saison...
Als Topfavorit ist Titelverteidiger Hard in die vergangene Saison gestartet. Mit drei Titeln im Visier. Am Ende blieb es beim Gewinn des Supercups. Im Cup-Halbfinale strauchelten die Roten Teufel zu Hause gegen Bregenz. Das 26:28 im zweiten Spiel der Best-of-Three-Finalserie in Krems bedeutete das Ende einer gebrauchten Saison. Erneut scheiterte der Liga-Krösus an seiner Überheblichkeit und mangelnden Professionalität.
In der Vorsaison überdeckten die Harder Handballer diese Unsitte noch mit dem siebten Meistertitel. Hannes Jon Jonsson kam als neuer Coach, dazu vier neue Spieler. Doch die Mischung passte von Anfang an nicht. Anstelle eines routinierten Spielmachers kam mit Karolis Antanavicius ein dritter wurfgewaltiger Rechtshänder im linken Rückraum. Und Linkshänder Srdjan Predragovic entpuppte sich bald als Problemkind. Der bosnische Bomber lässt sich - wie in vielen Vereinen davor - nur schwer ins Teamgefüge integrieren. Jadranko Stojanovic, im Vorjahr noch der beste Kreisläufer der Liga, blieb in dieser Spielzeit einiges schuldig. Dass heuer erstmals kein Harder im All-Star-Team aufscheint, ist bezeichnend.
Jetzt braucht es unbedingt ein Ende der Schönrederei. Zu vieles war Flickwerk, auf dem Parkett und abseits davon. Hunderte freie Plätze im einstigen Bollwerk Sporthalle am See im ersten Finalspiel gegen Krems sind die bittere Quittung dafür.
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