Spitalseinschnitte

Reformbedingtes Aus für Schärdinger Kinderstation

Oberösterreich
12.07.2011 09:41
Einer der ersten Spitalsreform-Einschnitte trifft Schärding - dort wird mit 1. August die Kinderstation zugesperrt. Konsequenz: Kleine Patienten werden nun nur mehr ab dem dritten Lebensjahr chirurgisch oder unfallchirurgisch behandelt. "Im Notfall wird aber kein Kind weggeschickt", beruhigt Spitals-Chef Harald Mayer.

Durchschnittlich wurden im Schärdinger Spital pro Jahr 1.100 Kinder stationär behandelt, damit ist jetzt reformbedingt Schluss. Eltern mit Unter-Dreijährigen müssen zum einzigen (!) niedergelassenen Kinderfacharzt vor Ort oder in die Spitäler Ried, Braunau oder Grieskirchen ausweichen.

Eine Notfall-Erstversorgung gebe es zwar auch für Jüngere, diese würden danach aber sofort in umliegende Krankenhäuser weitergeschickt. Auch der Rettungsdienst werde künftig bei Kindern unter drei Jahren das Schärdinger Spital nicht mehr ansteuern. "Es wird aber keinen Qualitätseinbruch bei der Versorgung geben", sagt Robert Piberhofer, Kinderfacharzt am LKH, der gleichzeitig die einzige Praxis für (ganz) kleine Patienten in Schärding betreibt.

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