Krankheits-Überträger

Asiatische Tigermücke sticht auch schon in Linz

Oberösterreich
31.05.2022 18:00

Sie ist auch in Linz schon gelandet: die Asiatische Tigermücke. Das eingeschleppte Insekt kann gefährliche Krankheiten übertragen, und jetzt wird ihm der Kampf angesagt.

Erstmals wurde in Linz eine Asiatische Tigermücke nachgewiesen, und das zugewanderte Insekt könnte sich bei uns ausbreiten. Bisher ist die exotische Stechmücke, die Krankheiten wie das Chikungunya-, Dengue- oder Zikavirus übertragen kann, schon in Wien und Graz nachgewiesen worden. Auch die Japanische und die Koreanische Buschmücken kamen als blinde Passagiere bei Reisen oder Gütertransporten zu uns.

Überwachungsprogramm
Um die Ausbreitung von Exoten-Mücken im Blick zu haben, wurde 2020 in Oberösterreich ein Überwachungsprogramm gestartet. „Dieses wird fortgesetzt und wir bitten um Meldungen“, sagt LH-Vize und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander. Das Tier ist auf den ersten Blick nur schwer von einer einheimischen Stechmückenart zu unterscheiden, aber ein Merkmal ist treffend: Die Tigermücke sticht auch am Tag, währen die einheimischen Blutsauger eher nur ab den Abenstunden unterwegs sind. Auf der Mosquito-Alert App sollen Bilder von verdächtigen Mücken eingeschickt werden!

Wie alle Stechmücken brauchen auch die getigerten Exemplare stehende Wasser, um sich zu vermehren. Wer kann, sollte nicht benötigtes Wasser, das sich etwa  in Eimern, Blumentöpfen oder alten Autoreifen  gesammelt hat, regelmäßig ausleeren. Vogeltränken zumindest einmal pro Woche leeren und neu befüllen, Regentonnen abdecken - damit nerven weniger Stechmücken, und auch die „Tiger“ unter ihnen werden in Zaum gehalten.

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