Der Senat, eines von drei Leitungsgremien der JKU, hat ja im gerade laufenden Begutachtungsverfahren für das Gründungsgesetz schwerste Bedenken gegen die neue Uni am Linzer Campus angemeldet – wir haben am Sonntag berichtet. Am Sonntag hat auch der Betriebsrat für das wissenschaftliche Personal an der JKU seine Stellungnahme hochgeladen, mitgetragen von 328 Unterstützern und unterzeichnet von TNF-Prof. Bernhard Jakoby aus dem Vorsitzteam.
„Eine substanzlose Hülle“
Dort sind mehrere Gründe nachlesbar, warum das Projekt in der vorgelegten Form abgelehnt wird. Etwa dass eine rein auf Digitalisierung und Digitale Transformation fokussierte Universität mit dem vorgelegten Konzept „eine substanzlose Hülle“ sei und man öffne damit „systematischer politischer und wirtschaftlicher Einflussnahme Tür und Tor“. Fazit: „Das Ziel, die Digitalisierung weiter zu fördern, ist verständlich, würde aber mit einer ,Universität’ auf Basis eines derart untauglichen Konzepts nicht erreicht und darüber hinaus die JKU Linz und die ohnehin schon stiefmütterlich behandelte österreichische Universitätslandschaft nachhaltig schädigen.“
Das Konzept für diese sogenannten TU für Digitalisierung und Digitale Transformation ist ein Trauerspiel. Das hat mit einer Universität nicht viel zu tun, was da vorliegt.
Univ.-Prof. Bernhard Jakoby vom Vorsitzteam des JKU-Betriebsrats
Auch der Betriebsrat für das allgemeine Universitätspersonal an der JKU hat eine kritische Stellungnahme geschickt. Man befürchte „Zwietracht“, wenn es für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an der neuen Digital-Uni bessere Rahmenbedingungen gebe.
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