14.05.2022 17:20 |

Nahe Paris aufgespürt

Tote Kinder in Hanau: Verdächtiger Vater verhaftet

Nach dem Tod zweier Geschwister im hessischen Hanau hat die Polizei den gesuchten Tatverdächtigen in Frankreich festgenommen. Es handle sich um den 47 Jahre alten Vater der Kinder, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hanau am Samstag. Die Kinder waren Mittwochfrüh gefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Mordverdachts gegen den Mann.

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Zielfahnder des hessischen Landeskriminalamtes sei es nach der Tat gelungen, die Spur des Verdächtigen aufzunehmen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. „Mit Unterstützung weiterer Experten der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes wurde der 47-Jährige Samstagfrüh in der Nähe von Paris lokalisiert und dort festgenommen.“

Der Mann sei im Rhein-Main-Gebiet wohnhaft. Er leistete den Angaben zufolge keinen Widerstand bei der Festnahme. „Bisher hat er sich zu der Tat nicht geäußert“, hieß es. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er in wenigen Wochen nach Deutschland überstellt und dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden wird.

Nach den Worten der Sprecherin hat der Mann einen indischen Pass. Ob er er auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, war zunächst unklar.

Bub und Mädchen tot entdeckt
Bei den toten Geschwistern handelt es um ein siebenjähriges Mädchen und einen elfjährigen Buben. Passanten hatten die Polizei alarmiert, nachdem sie vor einem Hochhaus nahe dem Hanauer Marktplatz auf dem Boden den schwer verletzten Buben entdeckt hatten. Er war kurze Zeit später im Hanauer Stadtkrankenhaus gestorben. Auf dem Balkon einer Wohnung im neunten Stock des Hochhauses hatten die Beamten das tote Mädchen gefunden.

Eine Obduktion hatte ergeben, dass das Mädchen an Verletzungen durch „scharfe Gewalteinwirkung im Halsbereich“ starb. Bei dem Buben hätten multiple innere Verletzungen zum Tod geführt, die auf einen Sturz aus großer Höhe zurückzuführen seien. 

Anhaltspunkte für familiären Hintergrund
Die Ermittler hatten unter Hochdruck nach dem Mann gefahndet. Bereits am Mittwoch hatten sie von einem mutmaßlichen familiären Hintergrund der Tat gesprochen. Wo sich die Mutter zum Zeitpunkt der Tat aufhielt, ist bislang unklar. Bereits mehrere Monate vor der Tat hatten dem Jugendamt laut Angaben der Stadt Hinweise auf familiäre Probleme vorgelegen.

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