Hochachtung, Herr Bammer, dass Sie mit 77 Jahren noch einen Einbrecher verfolgen und auch einfangen!
Das haben die Polizisten auch gesagt. Es lohnt sich, schlank und fit zu sein.
Wie hat sich das ganze Geschehen abgespielt?
Meine ältere Tochter und ich sind nach einem Spaziergang mit dem Hund nach Hause gekommen. Da hörte ich laute Geräusche aus dem Büro. Zuerst dachte ich, es sei meine Frau, aber die hätte nicht so einen Lärm gemacht. Dann wurde mir klar – da ist wer anderer
Stellten Sie die Gauner?
Die nahmen in der Sekunde durch die Büroeingangstür Reißaus, samt Taschen und Rucksack die Treppe hinab. Ich bin ihnen nach, hab’ zwei, drei Stufen auf einmal genommen. Unser Hund ,Momosan‘ ist auch mit.
Die Einbrecher schafften es aber ins Freie.
Draußen warfen sie das Gepäck weg und teilten sich. Ich suchte mir den Gauner aus, der mir näher war und verfolgte ihn.
Und brachten ihn zu Fall?
Nein, das passierte ohne mein Zutun. Er stolperte und stürzte. Als ich über ihm war, überlegte ich kurz, was ich tun sollte, falls er sich wehrt. Aber das tat er nicht. Er änderte die Taktik, gab vor, gar nicht dabei gewesen zu sein und wartete sogar freiwillig auf die Polizei.
Warum kamen die Einbrecher gerade auf Ihre Wohnung, Sie waren ja nur eineinviertel Stunden mit dem Hund unterwegs?
Schon am Vortag klingelten Unbekannte, sagten ,Post‘, aber niemand kam. Ich glaube, die checkten an diesem Tag auf diese Art ab, ob wer daheim ist.
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