Stadt erschüttert
Deutschland: 100 Polizisten suchen Mädchenmörder
Mary-Jane war am Freitagnachmittag nicht von der Schule im thüringischen Zella-Mehlis nach Hause zurückgekehrt. Wanderer fanden am Samstag die Leiche der Kleinen in einem Bach unweit ihres Wohnhauses. Die Ermittler gingen bald nach dem Auffinden des Mädchens von einerm Tötungsdelikt aus. "Es ist ungewöhnlich, dass ein Kind so weit vom Schulweg abweicht", sagte Polizeisprecher Eberhard Wagner. Die Schülerin war bekleidet, als sie gefunden wurde, allerdings fehlte ihre Schultasche. Die Kommission gehe derzeit Dutzenden Hinweisen nach - auch aus dem Internet, sagte der Polizeisprecher.
Psychologische Betreuung für Schüler
Kultusminister Matschie sprach am Montag an der Schule mit Lehrern des Mädchens. "Ich habe den Eindruck, es wird in dieser schweren Situation alles getan, damit die Kinder die Krisensituation gut bewältigen können." Zusätzlich entsandte Schulpsychologen seien im Einsatz, erklärte der Minister. Die Kinder könnten in Gesprächen und beim Malen ihre Gefühle ausdrücken.
Einige, die Mary-Jane näher kannten, seien sehr betroffen. Kerzen und Blumen seien in der Schule aufgestellt worden. Lehrer, Schüler und Psychologen hätten nach den ersten zwei Stunden beschlossen, den Unterricht fortzusetzen. In der Schule lernen insgesamt 168 Kinder.
Trauergottesdienst soll an Mary-Jane erinnern
Auch für die Sorgen und Ängste der Eltern hatten Mitarbeiter des Schulamtes in der Früh offene Ohren. Der Hort sollte länger geöffnet sein, damit Kinder nicht allein nach Hause gehen müssten, sagte Matschie. Die Zusammenarbeit mit der Polizei laufe sehr gut, betonte der Minister. Die Beamten hätten schon mit einigen Schülern gesprochen und würden dies sehr einfühlsam tun.
Am Montagabend wollen Vertreter von Stadt, Kreis und Land in einem Trauergottesdienst an Mary-Jane erinnern. Dazu wird auch Landtagspräsidentin Birgit Diezel erwartet.
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