Straßenschlachten
Unruhen in Belfast: Schüsse und Molotow-Cocktails
Die Gegner bewarfen sich auch mit Molotow-Cocktails. Zwei Männer haben dabei schwere Verbrennungen erlitten, berichtete die nordirische Polizei. Britische TV-Bilder zeigten Gruppen von maskierten Männern, die sich gegenseitig und die Polizei mit allerlei Gegenständen attackierten.
Bereits in der Nacht auf Dienstag waren in dem Viertel in Belfast, in der eine kleine Gruppe Katholiken inmitten einer hauptsächlich protestantischen Nachbarschaft wohnt, Unruhen ausgebrochen. Zwei Männer waren durch Schüsse an den Beinen verletzt worden.
Schwerste Unruhen seit Jahren
In der britischen Region Nordirland kämpfen seit Jahrzehnten gewaltbereite Protestanten, die weiterhin zum Vereinigten Königreich gehören wollen, gegen katholische Republikaner. Diese fordern, dass die Region in die unabhängige Republik Irland eingegliedert wird.
Die jüngsten Straßenkämpfe in Belfast werden von der Polizei als die schwersten seit Jahren bezeichnet. Am Vortag waren sie von der radikalen protestantischen Gruppe UVP ("Ulster Volunteer Force") begonnen worden. Politiker verurteilten die Angriffe. Es sei enttäuschend, dass der seit Jahren erfolgreich laufende Friedensprozess immer wieder von einigen wenigen gestört werde, sagte etwa der nordirische Ministerpräsident Peter Robinson.
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