Wir hatten 65 Kinder“, erzählt Markus Grünling und sagt: „Doch jetzt haben wir keines mehr!“
Heißt: Der Nachwuchs der Predators Steyr hat sich förmlich in Luft aufgelöst. Was aber weniger an Corona als an der Infrastruktur lag. „Aufgrund des Platzmangels war kein Jugendtraining mehr möglich“, betont der Obmann des 2017 gegründeten Football-Vereins, der am Samstag (14) in Liga 4 die Welser Huskies empfängt. Am Rennbahnweg, wo die „Raubtiere“ viermal im Jahr spielen dürfen. Trainiert wird auf der LAC-Anlage, wo für den Nachwuchs aber kein Platz war. Und auch nirgendwo sonst in der 38.000-Einwohner-Stadt.
„Dabei bezahlen wir gerne dafür“, betont Grünling, obwohl die Predators die gleiche städtische Förderung wie die ASKÖ-Knüppelwerfer kriegen. Also ein paar Netsch, erhält doch selbst Fußball-Zweitligist SK Vorwärts nur 1850 € im Jahr
„Ob es Eishockey ist, Basketball, Schwimmen - es gibt in Steyr wohl keinen Sportverein, dem es nicht schwer gemacht wird“, glaubt Grünling, der die Stadtpolitik trotzdem nicht zu sehr kritisieren will: „Geben sie dem einen mehr, kommen alle“, blickt er über den Tellerrand hinaus. Und das zweimal: Denn obwohl der Predators-Chef genug Probleme mit der eigenen Infrastruktur hat und sich dazu „Nicht-Fußball-Fan“ nennt, hält Grünling ein Plädoyer für die Sanierung des Fußball-Stadions, von dem die mittelfristige Zukunft des SK…Vorwärts abhängt: „Will sich Steyr weiter Sportstadt nennen, braucht es ein Zugpferd in einer Breitensportart. Das kann aus historischen Gründen nur Vorwärts sein - und von dem würde der gesamte Sport der Stadt profitieren.“
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