In der Pandemie wurde beneidet, wer sie hatte: Eine glückliche Liebesbeziehung. Zugegeben, langjährige Partnerschaften genießen nicht den besten Ruf. Langweilig sind sie angeblich, und der Sex nicht mehr der aufregendste. Trotzdem suchen viele Singles eine verbindliche Paarbeziehung. Warum manche Menschen dauerhaft ihr Liebesglück finden und andere nicht, ist nur ansatzweise erforscht.
Offenbar passieren in der Kindheit und Jugend wichtige Entwicklungsschritte, die stabile Liebesbeziehungen im Erwachsenenalter begünstigen. Mit einigen Mythen kann man gleich aufräumen. Die Attraktivität ist für das spätere Liebesglück egal. Auch spielt es keine Rolle, wie viele sexuelle Erfahrungen jemand gemacht hat. Um langjährige Beziehungen aufrechtzuerhalten, braucht es vielmehr eine Kombination aus Freude an Intimität, Verbindlichkeit und Konfliktfähigkeit.
Eine Langzeitstudie zeigte nun, dass Menschen, die im Alter von 16 Jahren Freundschaften aufgebaut und gehalten haben, eine höhere Wahrscheinlichkeit hatten, später als Erwachsene mit ihrem Liebesleben zufrieden zu sein. Warum? Soziale Kompetenzen, die wir in Freundschaften in unserer Jugend lernen, bereiten uns für unser zukünftiges romantisches Liebesleben als Erwachsene vor. Ob sich die abgebrochenen Freundschaften der Pandemiezeit negativ auf das Liebesglück der nächsten Generationen auswirken werden? Ausgeschlossen ist es nicht.
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