Wegen Ukraine-Krieg:

„Dramatische Entwicklung“ im heimischen Baugewerbe

Tirol
04.04.2022 12:59
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Das Baugewerbe sieht angesichts des Krieges in der Ukraine eine Zuspitzung der Situation auf den Rohstoffmärkten hinsichtlich Lieferengpässen und unvorhersehbaren Preissprüngen. Man orte eine „dramatische Entwicklung“, der gegengesteuert werden müsse, ließ das Tiroler Baugewerbe verlauten.

Gemeinsam mit den anderen Bundesländern sei eine Resolution verabschiedet worden. Ohne rasche, effektive Gegenmaßnahmen drohe auf vielen Baustellen die Einstellung der Bautätigkeit.

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Bereits jetzt mussten einige Bauunternehmungen trotz guter Auftragslage Mitarbeiter beim Frühwarnsystem des AMS anmelden.

Anton Rieder, Vizepräsident der Tiroler WK und Innungsmeister des Tiroler Baugewerbes

Bereits jetzt mussten einige Bauunternehmungen trotz guter Auftragslage Mitarbeiter beim Frühwarnsystem des AMS anmelden, bei zahlreichen Mitgliedsbetrieben befinden sich entsprechende Meldungen in Vorbereitung, schlug Anton Rieder, Vizepräsident der Tiroler Wirtschaftskammer und Innungsmeister des Tiroler Baugewerbes, Alarm.

Maßnahmen gefordert
Die Verantwortlichen forderten von der Politik eine Reihe von Maßnahmen, um den negativen Trend umzukehren: Es sei etwa ein Gebot der Stunde, dass sowohl öffentliche als auch private Auftraggeber ab sofort neue Bauaufträge nur noch zu veränderlichen Preisen ausschreiben und als Basis für die Anpassung der Vergütung einen sachlich zutreffenden Index heranziehen.

Zudem müssten bei zu Festpreisen abgeschlossenen Bauverträgen „die durch höhere Gewalt ausgelöste Krisensituation zu einer Vertragsanpassung auf Basis einer indexbasierten Vergütung führen“. Überdies müssten die Fertigstellungstermine im Falle von Lieferengpässen entsprechend angepasst werden.

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