Im Vergleichszeitraum zum Vorjahr, regnete es heuer von 1. Jänner bis heute um 70 Prozent weniger. Im März folgte ein sonniger Tag dem anderen. „Noch dazu schleppen wir ein großes Niederschlagsdefizit von Oktober bis November mit“, sagt Wolf Reheis von der Landwirtschaftskammer Burgenland.
Keine Rekordernte
Die Folge: Die Äcker lechzen nach Wasser, vor allem jene, die erst Anfang März bestellt wurden. „Das Sommergetreide immense Startschwierigkeiten“, berichtet Reheis. Um die Kulturen, die bereits im Herbst angebaut wurden und die jetzt im Längenwachstum sind, müssen sich die Landwirte hingegen weniger Sorgen machen. „Es wird beim Wintergetreide mit Sicherheit keine Rekordernte geben, das steht jetzt schon fest. Und ob es hier zu Ausfällen kommen wird, ist Kaffeesudlesen“, so Reheis.
Laut Unwetterzentrale ist ab Donnerstag erstmals seit Mitte Februar mit flächigem Niederschlag zu rechnen. „Vor allem im Süden und Südosten Österreichs, wo man von der Trockenheit besonders betroffenen ist, sind erfreulicherweise teils ergiebige Mengen in Sicht“, prognostiziert Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. Reheis sähe darin „einen Segen für die Landwirtschaft“.
Frost in der Nacht
Nach Angaben der Experten könnte am Wochenende sogar Schnee bis in tiefe Lagen zum Thema werden. Auch nächtlicher Frost wird vorhergesagt. „Das wiederum wäre für die Marillenbäume problematisch, die in voller Blüte stehen“, sagt Reheis.
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