Dank beherzter Hilfe

Zwei Ertrinkende gerade noch aus Seen in OÖ gerettet

Oberösterreich
06.06.2011 10:56
Zwei Unfälle auf oberösterreichischen Seen sind am Wochenende gerade noch gut ausgegangen - zwei Ertrinkende konnten gerettet werden. Am Traunsee war ein 52-jähriger Sozialpädagoge über Bord seines Schlauchbootes gegangen und trieb mehr als einen Kilometer vom Ufer entfernt im 14 Grad kalten Wasser - ein Linzer Arzt rettete ihn. Am Pleschinger See in Linz konnte die Wasserrettung einen 23-jährigen Schwimmer bergen, der wegen eines Krampfes untergegangen war.

Der Unfall bei Gmunden passierte am Samstagnachmittag: In der Mitte des Traunsees ging der 52-jährige Martin K. aus Salzburg bei einem Wendemanöver über Bord seines Motor-Schlauchboots. Ohne Schwimmweste trieb er im kalten Wasser. Der 47-jährige Bernard F. aus Linz bemerkte beim Motorbootfahren das Unglück und konnte mithilfe seiner Gattin den Schiffbrüchigen retten.

Zugleich alarmierte er auch Polizei und Wasserrettung, da das Schlauchboot mit festgestelltem Gashebel unkontrolliert im Kreis fuhr. "Wir haben das Boot dann quasi eingefangen", berichtete Polizei-Revierinspektor Günter Reischl (im Bild) aus Gmunden.

Dramatische Szenen am Pleschinger See
Um Sekunden ging es dann am Sonntag am Linzer Pleschinger See: In beiden Beinen hatte ein 23-Jähriger einen Krampf erlitten, dann begann ein Überlebenskampf: Das Opfer ging unter, kam hoch, schrie, ging unter - immer wieder. Zeugen bekamen den Ertrinkenden zu fassen, doch er entglitt ihnen wieder.

"Wir wurden über eine Notrufsäule alarmiert, fuhren mit dem Boot raus und konnten den Mann wieder an die Oberfläche holen", erzählt Martin Haunschmidt, Linzer Abschnittskommandant der Wasserrettung. Der Notarzt brachte das wieder ansprechbare Badeopfer, das Wasser in der Lunge hatte, ins AKH.

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