Fenster zerstört

Heckenschütze feuerte auf fahrenden Railjet

Schock für die Passagiere eines Railjets auf der Strecke von Wien nach Prag: Ein unbekannter Heckenschütze feuerte mehrmals auf den Zug und zerstörte zwei Fenster. Im Vorjahr beklagten die ÖBB zudem allein durch Graffitis einen Millionenschaden (siehe auch Foto).

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Gefährlicher Anschlag jüngst auf den Railjet 375: Nach der Abfahrt in Wien geriet die Garnitur kurz vor dem Zielbahnhof in Prag sprichwörtlich ins Visier eines Heckenschützen: Mehrmals wurde auf den fahrenden Zug gefeuert, zwei Seitenscheiben und eine Außenanzeige wurden beschädigt. Passagiere wurden im Zuge des feigen Angriffs zum Glück nicht verletzt. Alle seien mit dem Schrecken davongekommen, wie die tschechische Polizei verkündete. Die Ermittlungen laufen.

„Der Zug wurde schließlich als Leergarnitur zurück nach Wien gefahren. Genauere Details über den Hergang haben wir von den Behörden zurzeit noch nicht. Aber meistens handelt es sich um Angriffe mit Luftdruckgewehren“, so ein Sprecher der ÖBB.

Feuerteufel nach vier Bränden gefasst
Erst vor wenigen Tagen wurde jener Feuerteufel gefasst, der in nicht einmal einer Woche vier Brände in ÖBB-Nachtzügen gelegt hatte. Aufnahmen einer Überwachungskamera hatten den Wiener Milizsoldaten (21) überführt.

Millionenschaden durch Graffitis
Und: Allein im Vorjahr mussten die ÖBB nicht weniger als 250 mutwillige Sachbeschädigungen an ihren Zuggarnituren verzeichnen. Der Schaden sei nur schwer zu beziffern. Und da sind die Verunstaltungen durch Sprayer und deren illegalen Graffiti-„Künsten“ gar nicht mit eingerechnet. Insgesamt 1560 Fälle von Beschmierungen wurden 2021 dokumentiert. Die kostspieligen Reinigungskosten: rund 1,25 Millionen Euro. Interessant: Die Tatorte lagen dabei hauptsächlich in Wien und Niederösterreich.

Klaus Loibnegger
Klaus Loibnegger
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