Während die Bundesregierung die Impfpflicht aussetzte und die Abschaffung der Quarantäneregelung diskutiert, steigen die Infektionszahlen auch in Linz dramatisch. In Linz droht bereits in wenigen Tagen die magische Grenze von 10.000 positiven Fälle an einem Tag überschritten zu werden. Täglich verzeichnet die Stadt über 1.000 Neuinfektionen. Die Wiedereinführung der Maskenpflicht sei ein richtiger, aber nicht ausreichender Schritt, sagt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger. Er fordert die weiterhin uneingeschränkte Fortführung der kostenlosen PCR-Tests und die Wiedereinführung der 3G-Pflicht in der Gastronomie.
Unter diesen Voraussetzungen wirkt die von der Bundesregierung angekündigte Einschränkung der PCR-Tests völlig deplatziert. Bei täglich rasant steigenden Zahlen ist ein weiterhin kostenloser und rascher Zugang zu Testmöglichkeiten das Um und Auf, um zumindest positive Fälle aufdecken zu können. „Wie wir wissen, bestehen zahlreiche milde Verläufe. Wenn durch die geplante Einschränkung den Menschen sogar der Zugang zu ausreichendem Testen verwehrt wird, bleibt ein Brechen der Infektionsketten herausfordernd. Denn die Bevölkerung ist sehr wohl willig, sich zu testen“, ist Bürgermeister Klaus Luger überzeugt.
Derzeit scheint die Bundesregierung auf das Konzept der Durchseuchung zu setzen. Das ist schlichtweg verantwortungslos und ein Ausdruck der Hilflosigkeit.
Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ)
Bezugnehmend auf die aktuelle Situation fordert Luger eine Rücknahme der verfehlten Lockerungsmaßnahmen. Konkret tritt der Linzer Bürgermeister für die sofortige Wiedereinführung der 3G-Regelung in der Gastronomie ein. Es müsse alles getan werden, um dem „Turbo der Infektionen einen Riegel vorzuschieben“.
„Es ist mir unerklärlich“
Weiter führt das Linzer Stadtoberhaupt aus: „Es ist mir unerklärlich, auf welcher Basis die Aufhebung der Quarantänepflicht erwogen wird. Dass in manchen Bundesländern die Verwaltungen mit der Abwicklung der Quarantänen überfordert sind, rechtfertigt nicht diesen medizinisch gefährlichen Schritt. Auch symptomlos Infizierte sind ansteckend,“ nimmt sich Luger kein Blatt vor den Mund.
„Super-Gau unserer Gesellschaft“
ExpertInnen warnen zum etlichen Male vor dem kommenden Herbst. ExpertInnen führen immer wieder ins Treffen, dass das Covid-Virus weiter mutieren wird. „Es droht die Gefahr, dass bis zum Herbst weniger als 50 Prozent der ÖsterreicherInnen immunisiert sind. Das könnte zum Super-Gau unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft werden. Die Hoffnung, dass diese Bundesregierung die Zeit für ein geplantes Vorgehen nutzt, ist nicht nur bei mir ziemlich gering ausgeprägt“, schließt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.