So, 21. Oktober 2018

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31.05.2011 19:42

Austro-Geier helfen deutscher Polizei bei Leichensuche

Mit drei Geiern geht die Polizei in Niedersachsen künftig auf die Suche nach Leichen. Erste Trainingsergebnisse des künftigen Polizeigeschwaders - von dem zwei "Mitglieder" aus Österreich stammen - waren am Dienstag im Vogelpark Walsrode zu sehen. Zur Verstärkung des knapp fünf Jahre alten "Sherlock" waren im vergangenen Sommer die Nachwuchskräfte "Miss Marple" und "Columbo" aus einem Kärntner Zoo nach Deutschland gekommen.

Die schwarz gefiederten und rund zwei Kilo schweren Truthahngeier haben außer scharfen Augen auch einen hervorragenden Geruchssinn - anders als die meisten anderen Geierarten. Müssen große Gebiete oder unzugängliches Terrain durchsucht werden, wären sie Spürhunden weit überlegen.

German Alonso (im Bild mit Miss Marple) trainiert die Tiere im Vogelpark mit einem Stück Leichentuch. Zumindest Sherlock finde das Tuch zwar zielsicher in einem Versteck, doch noch gebe es erhebliche Schwierigkeiten, erklärte Alonso. So sei die Stimmung im Team noch nicht die beste: Neben Streitigkeiten ziehe Sherlock bisher die Suche zu Fuß dem großräumig kreisenden Flug deutlich vor. Eines der nächsten Trainingsziele soll der gemeinsame Flug des Trios sein.

"Das Interesse ist groß"
Initiator des Suchprojektes ist ein Kriminalbeamter aus Kaiserslautern. Der hatte in einem Tierfilm gesehen, wie die Vögel in dichtem Wald zielsicher ihre tote Beute zwischen Bäumen und selbst unter Laub aufspüren können. In enger Abstimmung mit dem Bundeskriminalamt starteten die Kollegen in Niedersachsen dann das Geierprojekt. "Die Geier könnten viel effizienter als Spürhunde arbeiten", so Rainer Herrmann, Leiter der Koordinationsstelle Kriminaltechnik beim Landeskriminalamt im Hannover. "Das Interesse ist groß. Wir haben Anfragen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz", sagte Herrmann.

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