Zentralbetriebsratschef des Landes unterstellt einem Spitzenbeamten Faulheit, nennt aber keinen Namen. Es kommen aber nur sieben Beamte infrage!
Als ob wir nicht schon genug Probleme am Hals hätten, so als Gesellschaft und Individuen. Aus dem Nichts beginnt der oberste Personalvertreter des Landes, der Ex-Kommunist Gernot Nischelwitzer, eine Diskussion über die Arbeitsmoral von Bezirkshauptmännern.
Wörtlich und vor allem öffentlich stellt er Landesamtsdirektor Dieter Platzer die Frage: „Es geht das Gerücht um, dass ein Bezirkshauptmann ein Gleitzeitminus von über 110 Stunden fabriziert hat. Bekanntlich gibt es laut Erlass aber ein Limit von minus 15 Stunden.“ Nischelwitzer stellt mehrere Fragen, wiederum öffentlich, an Platzer. Etwa, ob Ähnliches schon im Vorjahr „still und heimlich korrigiert“, aber auch, ob dieses Minus wissentlich herbeigeführt worden sei – ganz ohne Konsequenzen?
Gernot Nischelwitzer nennt keinen Namen, und genau das ist das Problem.
Unter den acht Bezirkshauptleuten ist eine Frau, Nischelwitzer spricht aber von einem -hauptmann. Also dürfen sich sieben angesprochen und beschuldigt fühlen. Einer aus diesem Septett, der Faulheit und Unkorrektheit bezichtigt, tobt im Gespräch mit der „Krone“: „Hat Herr Nischelwitzer schon was von Datenschutz gehört? Ich kann es übrigens nicht sein, ich hab nur einen Bruchteil der erwähnten Minusstunden, und die gleiche ich monatlich ganz korrekt aus.“
Sollte es allerdings stimmen, was Nischelwitzer in den Raum stellt, dann darf man getrost mit dem Kopfschütteln beginnen. In Zeiten der enormen pandemiebedingten Belastung aller Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaften wäre es inakzeptabel, wenn sich der Chef einer solchen Behörde drei zusätzliche Urlaubswochen erschwindelt hätte.











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