Achtung, Staugefahr!

Großstreik für das Klima in sieben Bundesländern

Wien
16.10.2026 09:08

Protestaufruf in sieben Bundesländern: Am Freitag gehen ab dem frühen Nachmittag zahlreiche Menschen für den Klimaschutz auf die Straße. Das Motto: Ohne Klimaschutz ist alles nichts! Gefordert werden nach dem vergangenen Extremhitzesommer Maßnahmen zum Schutz der Menschen.

Bundeskanzler Christian Stocker wird seitens Fridays For Future (kurz FFF) ein Ultimatum gestellt. „1000 Hitzetote, sind 1000 zu viel. Bundeskanzler Stocker, übernehmen Sie Verantwortung, benennen Sie die Opfer und garantieren Sie zukünftigen Schutz für Menschen“, fordert Emma Reynolds, eine der Sprecherinnen von FFF, ein. „Machen Sie Klimaschutz zur Chefsache und setzen Sie endlich wirkungsvollen Klimaschutz in der Regierung um! Das schulden Sie uns nach diesem Sommer“, ergänzt FFF-Sprecherin Veronika Müller. 

Schauplätze des Großstreiks sind sieben der neun Bundeshauptstädte.

Fridays For Future: Hier wird gestreikt

  • Klagenfurt: ab 14 Uhr; Neuer Platz
  • Wien: ab 14.30 Uhr; Start: Prater Hauptallee, danach Demozug bis zum Heldenplatz, Schlusskundgebung am Maria-Theresien-Platz; geplantes Ende: 18.30 Uhr
  • Innsbruck: ab 15 Uhr; Marktplatz; geplantes Ende: 17.30 Uhr
  • Salzburg: ab 16 Uhr; Hauptbahnhof
  • Bregenz: ab 16 Uhr; Kornmarktplatz; geplantes Ende: 18 Uhr
  • Linz: ab 16 Uhr; Pfarrplatz; geplantes Ende: 18 Uhr
  • Graz: Raddemo ab 16.30 Uhr; Start: Europaplatz; geplantes Ende: 20 Uhr

Gefordert wird seitens der Organisation Klimaneutralität bis 2040, verbindlich im Klimagesetz verankert, der Stopp fossiler Großprojekte (etwa der Lobautunnel oder der A9- und A26-Ausbau), die Stärkung von Kleinbetrieben, Hilfe für Dürrehärtefälle, Wärmedämmung und Kühlung für Wohnungen, Krankenhäuser, Schulen, Unis usw., zudem hitzefrei ab einer Rauminnentemperatur ab 30 Grad.

Sperren, Staus, Verzögerungen
Aufgrund des Großstreiks muss daher in den genannten Bundeshauptstädten mit Sperren, Staus und Verzögerungen gerechnet werden. 

Auch weitere Umweltorganisationen schließen sich am Freitag dem Streik an, etwa Greenpeace Österreich. „Der vergangene Sommer hat uns allen vor Augen geführt: Ohne Klimaschutz geht es nicht“, erklärt dazu Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace in Österreich. Auch scientists4future beteiligen sich an der Großdemo: „Solange die politische Antwort auf den Hitzesommer zu leise und zu wenig bleibt, müssen wir die Entscheidungstragenden zur Verantwortung ziehen. Dafür gehen wir auf die Straße!“

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