Scheekanonen starten

„Falsches Signal vor dem Aufruf zum Wassersparen“

Oberösterreich
16.10.2026 09:00

Während die Gemeinde Rosenau am Hengstpaß (Oberösterreich) zum Wassersparen aufrief, begann die Vorbereitung für den Schneekanonen-Betrieb für das örtliche Biathlonzentrum. Kritik daran übt Bürgerlisten-Chef Martin Kopf, der auch weitere Passagen im Appell eigenartig findet. 

Ein völlig falsches Signal und einen ziemlich eigenwilligen Aufruf zum Wassersparen ortet in Rosenau am Hengstpaß Martin Kopf von der Bürgerliste: „Am Tag bevor die Gemeinde über den geringen Zulauf aus den Quellen informierte und zum sparsamen Umgang mit dem Wasser aufrief, wurden im Biathlonzentrum die Schneekanonen, die einen extrem hohen Wasserverbrauch haben, aufgestellt“, so der Oppositionspolitiker.

„Völlig eigenartig ist der Hinweis auf die notwendige Wahrung der Versorgungssicherheit für den Brandschutz. Denn die Feuerwehr bezieht das Wasser aus einem Löschteich. Ebenso nicht nachvollziehbar ist der Aufruf, die Güllegruben nicht zu befüllen. Wer macht das schon?“, fragt sich Kopf.

Eigener Speicherteich
Martin Schober vom Betreiber-Trio des Biathlonzentrums widerspricht Kopf: „Die zwei Schneekanonen stehen das ganze Jahr bei uns. Derzeit warten wir auf die technische Kontrolle. Wir beziehen das Wasser aus einem Speicherteich, der zugleich Löschteich für die Feuerwehr ist. Der vorbeifließende Dambach befüllt den Teich.“

Beschneiung ab November
Laut Schober ist mit dem Start der künstlichen Beschneiung der Trainingsloipe nicht vor Ende November und den ersten richtig kalten Nächten zu rechnen. Mitte März werden die Maschinen wieder abgestellt. SP-Bürgermeisterin Maria Benedetter war am Donnerstag, 15. Oktober, für die „Krone“ telefonisch nicht erreichbar. 

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