Ab heute steht die Produktion zumindest bis inklusive 27. März still! Die nächste Zwangspause bei Steyr Automotive zeigt, wie sehr der Krieg in der Ukraine die Fahrzeugindustrie lähmt, weil die Versorgung mit Bauteilen ins Stocken geraten ist. Auch andere Zulieferer in Oberösterreich spüren immer mehr diese Folgen...
Weil Kabelbäume, die in der Ukraine hergestellt werden, derzeit in stark verringertem Ausmaß bei den Fahrzeugherstellern ankommen, mussten diese ihre Produktionen drosseln. Das trifft Steyr Automotive voll, wo im Auftrag von MAN Fahrerhäuser und Lkw montiert werden - und jetzt die Produktion für fast zwei Wochen zum Stehen kommt.
Im BMW-Werk in Steyr, in dem ebenfalls bereits eine kurze Zwangspause notwendig war, wird mittlerweile zum Teil sogar wieder im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Für 3200 Mitarbeiter wurde hier mit März Kurzarbeit angemeldet.
Abseits von Steyr Automotive und BMW kämpfen auch andere Firmen in Oberösterreich mit den Folgen des Kriegs: Bei der Stiwa-Gruppe in Attnang-Puchheim ging die Produktion im Automotive-Bereich um 30% im Vergleich zu vor dem Krieg zurück. Mitarbeiter wurden daher in andere Bereiche des Unternehmens verliehen. Auch gibt es derzeit keine Überstunden.
Nur leichte Rückgänge verzeichnet bislang die Miba Sinter Austria in Vorchdorf. Und Metallverarbeiter Mark? Der Familienbetrieb aus Spital am Pyhrn rechnet für zwei bis drei Monate mit einem Umsatzrückgang. „Wir haben unser Investitionsbudget eingefroren und zu Ostern auch eine Woche Betriebsurlaub“, sagt Geschäftsführerin Christina Rami-Mark.
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