01.03.2022 08:44 |

Statistik 2021

Asyl: Anträge im Vorjahr um 161 Prozent gestiegen

Die Asylzahlen sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, konkret um 161 Prozent. Laut (vorläufigen) Zahlen wurden 38.638 Anträge gestellt - nach 14.775 im Jahr 2020. Insgesamt handelt es sich bei den Zahlen um den höchsten Wert seit einigen Jahren. Letztmals gab es 2016 mehr Anträge, nämlich über 42.000. Zum Höhepunkt der Flüchtlingswelle im Jahr 2015 waren es sogar 88.340. Nun rechnet man mit einer Flüchtlingsbewegung aus der Ukraine.

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Der Ukraine-Krieg lässt eine neue Flüchtlingsbewegung in Richtung Österreich erwarten (siehe Video oben). Ukrainer machten bisher eine kleine Gruppe an Flüchtlingen nach Österreich aus. 2021 gab es nur 88 Anträge.

Was die Geschlechter-Verteilung der nach Österreich Geflüchteten angeht, so ist der größte Teil davon laut Angaben des Innenministeriums männlich (mehr als 85 Prozent). Antragsstärkste Nation sind weiter Syrer, gefolgt von Afghanen. Auf Platz drei folgt Marokko. Doch nur drei Marokkanern wurde im Vorjahr rechtskräftig Asyl gewährt. Fast 1400 erhielten negative Bescheide.

Im Vorjahr 18.800 Anträge positiv entschieden
Insgesamt wurden 2021 rund 18.800 Anträge positiv entschieden, knapp 37.000 Personen erhielten einen rechtskräftig negativen Bescheid. Elf Ukrainer waren unter jenen Flüchtlingen, denen Asylstatus zuerkannt wurde. Zum Vergleich: 226 Bürger der Russischen Föderation bekamen den Asyltitel.

Deutlich angestiegen ist diesmal die Zahl der offenen Verfahren. Sie lag zu Jahresende 2021 bei knapp 28.000. Das war der höchste Wert seit 2018. 2020 waren es nur gut 20.000 Verfahren gewesen.

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