Während die ARA-Flugrettung einen Standort für einen Notarztheli in der Region Kitzbühel sucht, rüstet Platzhirsch ÖAMTC seinen „Christophorus 4“ dort mit Seilwinde nach und fliegt künftig auch nach Sonnenuntergang.
Die ARA-Flugrettung mit ihrem Notarzthubschrauber RK-2 in Reutte im Außerfern darf als bisher erster und einziger Notarztheli in Tirol Bergungen mit der Seilwinde in der Nacht durchführen. Fachleute halten dieses System für das beste, der „RK-2“ wird dafür im ganzen Land in der Nacht angefordert.
ARA-Flugrettung will in den Raum Kitzbühel
Wohl auch weil der (Luft-)Weg von Reutte etwa ins Unterland weit ist, möchte die ARA-Flugrettung nun im Brixental einen neuen Standort errichten. Seit einigen Monaten laufen entsprechende Gespräche.
„Die Stationierung eines topmodernen und leistungsstarken ,H-145‘-Notarzthelikopters würde eine Optimierung der notfallmedizinischen Versorgung im Tiroler Unterland darstellen“, betont ARA-Geschäftsführer Thomas Jank.
„Konkurrenz“ für „Christophorus 4“
Klar ist, dass der in Reith bei Kitzbühel beheimatete Notarztheli „Christophorus 4“ des ÖAMTC dadurch „Konkurrenz“ bekäme. Der ÖAMTC kündigte jedenfalls kürzlich an, dass der „C 4“ ab dem Sommer 2026 seine Einsätze – wie der „RK-2“ in Reutte – nicht mehr bei Sonnenuntergang beendet, sondern bis 21.30 Uhr gerufen werden kann. Und rüstet zudem technisch auf.
Die Stationierung eines topmodernen „H-145“-Notarzthelikopters würde eine Optimierung der notfallmedizinischen Versorgung im Tiroler Unterland darstellen.

Thomas Jank, Geschäftsführer ARA-Flugrettung
Bild: Tomas Kika
Hochmoderne Rettungswinde
Denn ab dem Herbst dieses Jahres erhält der „C 4“ eine hochmoderne Rettungswinde wie jene des „RK-2“. Einsätze, die bislang an regulatorische Grenzen gestoßen seien, könnten dann schnell und sicher abgewickelt werden, so der ÖAMTC.
Weiterentwicklung der Einsatzkompetenz
„Die Rettungswinde ist ein wesentlicher Baustein für die Weiterentwicklung unserer alpinen Einsatzkompetenz“, betont Marco Trefanitz von der ÖAMTC-Flugrettung.
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