Alexander M. (21) und sein Freund Alfred S. (20) sind trotz ihrer Jugend den Gerichten schon lange keine Unbekannten mehr. Alexander weist sechs, Alfred vier Vorstrafen auf. Beide sind zwar nicht groß, aber dafür kräftig gebaut. Man sieht, dass das Duo große Mühe aufwendet, um ihre Körper in Schuss zu halten. Das ist bei ihrem bisherigen Lebenswandel aber auch notwendig, denn sonst könnten sie sich nicht derartig als Dauerschläger in Szene setzen.
Faustschläge ohne Grund
So traut man ihnen auch die ihnen von der Staatsanwaltschaft zur Last gelegten Straftaten ohne weiteres zu. Mehrfache schwere Körperverletzung, Drohung, Nötigung, versuchte Erpressung und Sachbeschädigung. Zu den meisten Taten bekannten sie sich vor Gericht auch schuldig. In einem Fall wollen laut ihren Angaben sogar beide zugeschlagen haben, obwohl das Opfer angab, nur von einem der beiden geprügelt worden zu sein.
Dabei lief alles immer wieder nach dem gleichen Schema ab: Man ging am Abend im Großraum Innsbruck und im Oberland fort, "tankte" ordentlich und suchte sich dann Opfer. Wie diese vor Gericht großteils aussagten, wurden sie dann ohne Grund mit Faustschlägen brutal attackiert. Im Zusammenhang mit den Schlägereien kam es dann auch zu den weiteren angeklagten Delikten.
Tausende Euro Schmerzensgeld
Angesichts der Vorstrafen und des raschen Rückfalles verurteilte Richter Bruno Angerer Alexander M. zu zweieinhalb Jahren Haft, seinen Freund Alfred S. zu 20 Monaten. Dazu kommen noch tausende Euro, die sie an Schmerzensgeld zahlen müssen. Alexander akzeptierte sofort, Alfred meldete volle Berufung an.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.