Skiurlauber starb

Nach Absturz-Drama: Bergretter schildert Einsatz

Tirol
26.02.2022 07:15

Unter besonders tragischen Umständen stürzte am Donnerstag ein 25-jähriger deutscher Skifahrer im Zillertal in den Tod. Die Einsatzkräfte konnten den jungen Mann, der nicht zum vereinbarten Treffpunkt mit Freunden gekommen war, zwar lebend finden, während des Abtransportes verstarb der Deutsche dann aber. Ein Bergretter schildert den dramatischen Einsatz.

Der 25-Jährige war am Donnerstagnachmittag mit Freunden im Skigebiet Horberg/Penken in Schwendau unterwegs. Die Freunde wollten zusammen mit der Horbergbahn ins Tal fahren. Der junge Mann kam aber nicht bei der Bergstation an, seine Kollegen fuhren daher alleine hinunter.

Handy zeigte falschen Standort
Laut via Handy übermitteltem Live-Standort hielt sich der 25-Jährige im Bereich Grubenaste, weit weg vom Skigebiet, auf. Dann spielte das Handy den Freunden einen Streich: Offenbar durch eine Fehlmeldung gingen sie nun von Mayrhofen als Standort aus. „Daher schlugen sie wohl nicht gleich Alarm“, sagt Andreas Eder, der in der Folge den Einsatz der Bergrettung Mayrhofen leitete.

Erst kurz nach 16 Uhr verständigten die Kollegen die Polizei in Zell, die Suche konzentrierte sich zunächst wegen der falschen Handyangabe auf den Talbereich.

Zitat Icon

Auf einem Forstweg bei der Grubenaste fanden wir dann den Helm des Vermissten.

Bergretter Andreas Eder

„Wir wurden gegen 18 Uhr alarmiert und suchten im Gebiet von Astegg, weil in diese Richtung Spuren führten“, erzählt Bergretter Eder. Mit Skidoos und einer Drohne wurde der Bereich durchkämmt, auch der Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera stand im Einsatz. „Auf einem Forstweg bei der Grubenaste fanden wir dann den Helm des Vermissten“, schildert Eder.

Die Bergretter stiegen von der Stelle rund 60 Meter zu einem Wandfuß hinauf, wo sie den 25-Jährigen fanden. Der junge Mann war wohl schon gegen 15 Uhr rund 50 Meter über die Wand gestürzt. Der Deutsche lebte noch und musste zum Forstweg abgeseilt werden. „Während des Transportes mit dem Akia zum Rettungswagen ist er leider seinen schweren Verletzungen erlegen“, informiert Eder.

Bergrettung vermutet Blackout
Warum sich der junge Mann vom Skigebiet entfernt hatte, bleibt ein Rätsel. Eder: „Vermutlich hatte er ein Blackout.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Tirol
26.02.2022 07:15
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Tirol
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung