Die kalte Jahreszeit endet zwar offiziell erst am 20. März. Eines lässt sich aber schon diagnostizieren: Der Winter 2021/22 wird zu den zehn wärmsten seit 225 Jahren zählen, seit Beginn der Aufzeichnungen. Ein Allzeitrekord wurde am 17.2. in Eisenstadt mit 21,1 Grad gemessen. So heiß war es in der Landeshauptstadt noch nie gewesen im Februar.
Schnee und Eis verabschiedeten sich noch im Alten Jahr, dafür wurde auch das Burgenland von ständig auftretenden Stürmen in Mitleidenschaft gezogen. Am 30. Jänner verzeichnete man in Podersdorf mit 103 km/h einen Topwert. Am 7. Februar riss der Sturm bei Eisenstadt einen Lkw um.
Andererseits war der Wind auch ein himmlisches Kind, wenn man die Bilanz der APG liest, die das Stromtransportnetz in Österreich steuert. So wurde im Burgenland im Jänner zirka um das Sechseinhalbfache mehr Energie erzeugt, als verbraucht wurde – ein absolutes Ökostrom-Hoch!
Sorgen macht man sich indes um den Wasserstand des Neusiedler Sees – seit 50 Jahren war er im Jänner nie so niedrig. Auf das Vorjahr fehlen 20 Zentimeter. Nun soll in großem Stil Schlamm abgebaggert und die Schilffläche weiter verkleinert werden. Der Plan einer Wasserzuleitung wird konkreter.
Aus der Landwirtschaftskammer gibt es vorerst Entwarnung. Jene Pflanzen, die auf den Feldern wachsen, kommen mit wenig Wasser gut über die Runden. Bei den Obstbäumen heißt es noch abwarten.
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