Der Verteidiger spricht von „Hirngespinsten junger Mädchen, die sich irgendetwas zusammenkonstruieren“. Der Richter von Ekel, den die Mädchen verspürten. Ein 43-jähriger Mesner aus Tirol soll Ministrantinnen beim Anziehen des Mess-Gewandes seinen Penis in die Hand gedrückt haben. Klarer Schuldspruch beim Prozess in Innsbruck!
„10.000 Mosaiksteine ergeben ein vollständiges Bild“, so der vorsitzende Richter Norbert Hofer. Seit Jahren verhandelt er solche Fälle und weiß genau: Kinder, die so etwas erlebt haben, schildern Ekel und das Bedürfnis, sich die Hände zu waschen. So auch im Falle von drei Tiroler Ministrantinnen, damals im Volksschulalter.
Der Mesner habe ihnen immer wieder beim Anziehen der Kleidung geholfen. Dabei sei er hinter ihnen gestanden und habe sie aufgefordert, die Hände nach hinten zu geben. Plötzlich spürten die Mädchen etwas Weiches in der Hand.
„Der da oben ist vielleicht auf beiden Augen blind, bei dem, was in den letzten 50 Jahren in der katholischen Kirche passierte.“
Richter Norbert Hofer
Eine ist sich sicher: „Ich hatte seinen Penis in der Hand.“ Sie schildert Auf- und Abwärtsbewegungen. Jede der drei Ministrantinnen erzählt, der Mesner habe sich danach überraschend schnell umgedreht und das Hosentürchen zugemacht. Die Mädchen wollten bald nicht mehr mit ihm allein sein.
Nicht rechtskräftiges Urteil: zwölf Monate bedingt, eine Geldstrafe in Höhe von 10.800 Euro und Schadensersatzzahlungen.
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