Bis 2040 soll Österreich klimaneutral werden. Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen soll in zwei Schritten erfolgen: Kohle und Öl dürfen nur mehr bis 2035, Erdgas bis 2040 eingesetzt werden. Global 2000 hat diesbezüglich untersucht, wie es aktuell um die Wärmeversorgung in den Landeshauptstädten aussieht. Wie hat Linz dabei abgeschnitten? Mit 19 Prozent – siehe Grafik unten – ist der Anteil an klimaschädlichem Erdgas immer noch viel zu hoch. Und auch wenn der Wert von 59% Fernwärme auf den ersten Blick schon sehr hoch ist, zeigt ein zweiter, dass 51% der Fernwärme aus Heizkraftwerken stammt, die wiederum mit Erdgas betrieben werden.
Die Nutzung industrieller Abwärme muss viel stärker berücksichtigt werden. Linz hat Vorreiter-Potenzial – es ist aber noch viel zu tun.
Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher, Global 2000
Industrielle Abwärme nur halb so hoch wie in Graz
Laut Global 2000 sollte künftig vor allem die Nutzung von industrieller Abwärme stärker berücksichtigt werden. „Obwohl Linz als bedeutende Industriestadt hohe Potenziale aufweist, ist der Anteil industrieller Abwärme aktuell nur halb so hoch wie in Graz“, zeigt Klimasprecher Johannes Wahlmüller auf. Zu den Ambitionen der Stadt meint er: „Mit dem vom Bürgermeister ausgegebenen neuen Leitbild kann Linz eine positive Richtung einschlagen. Auch dass mit der Linz AG ein Klimaneutralitätskonzept erarbeitet werden soll, bietet die Chance für eine wirksame Strategie für den Fossil-Ausstieg. Denn die derzeit vorhandenen Programme reichen dazu bei weitem nicht aus.“
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