Taten mitgefilmt
I: Arzt soll 63 Frauen sexuell genötigt haben
Ermittler haben in Süditalien einen Mann verhaftet, der sich als Facharzt ausgegeben und an 63 Frauen sexuell vergangen haben soll. Der Kardiologe des Krankenhauses in der kalabrischen Küstengemeinde Soverato gab bei seinen Taten vor, Gynäkologe zu sein, obwohl er diese Ausbildung nie absolviert hatte. Die Taten filmte er mit einer versteckten Kamera. Auch eine Minderjährige befindet sich unter den Opfern.
Bei den vorgetäuschten Behandlungen verging sich der Arzt demnach sexuell an den Patientinnen, ließ sich am Ende von ihnen bezahlen und filmte die Taten, wie Carabinieri und Staatsanwaltschaft in Catanzaro am Dienstag mitteilten. Anschließend speicherte er das Videomaterial in verschlüsselter Form auf seinen elektronischen Geräten, berichtet „Secolo d‘Italia“. Außerdem soll sich der Kardiologe der Kinderpornografie schuldig gemacht haben.
Minderjährige unter den Opfern
Unter den insgesamt 63 Opfern ist nach Polizeiangaben auch eine Minderjährige. Dank des Mutes einer 20-jährigen „Patientin“ flogen die Schandtaten des Arztes schließlich auf. Die Behörden ermittelten seit Juni 2021 in dem Fall. Der Verdächtige muss sich nun unter anderem wegen sexueller Nötigung und Betruges verantworten.
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