Die zweite Europacup-Abfahrt der Damen endete mit einem Sieg der Norwegerin Inni Holm Wembstad und einer Enttäuschung - nach den starken Ergebnissen im Training und dem Sieg von Franziska Gritsch im ersten Rennen - für die ÖSV-Damen. Als beste Österreicherin schaffte es die Vorarlbergerin Vanessa Nußbaumer auf Rang fünf. Die Situation in der Abfahrtsgesamtwertung und den damit verbunden Weltcup-Fixtickets für die kommende Saison hat sich damit vor dem Finale in Andorra noch weiter zugespitzt.
Vortagessiegerin Franziska Gritsch musste sich am Sonntag mit Rang elf begnügen, auf Siegerin Wembstad verlor die Tirolerin 1,13 Sekunden. Besser aus österreichischer Sicht schlug sich die Vorarlbergerin Vanessa Nußbaumer, die als beste ÖSV-Läuferin, 0,54 Sekunden hinter der Norwegerin auf Rang fünf fuhr - direkt vor der Kärntnerin Nadine Fest (+0,73)
Die Montafonerin Emily Schöpf, am Samstag Sechste, kam bei der zweiten Abfahrt auf Rang neun (+0,98). „Die Fahrt ist mir eigentlich ganz anständig vorgekommen. Weshalb es dennoch für kein besseres Ergebnis gereicht hat, muss ich erst mit den Trainern anaylsieren“, rätselte die 21-Jährige, die in der Abfahrtsgesamtwertung damit erstmals in dieser Saison aus den Top-3 fiel und vor dem Finale in Andorra nun Vierte ist.
Der Kampf um die Top-3 und das damit verbundene Weltcup-Fixticket für die kommende Saison verspricht nun beim Saisonfinale ein Thriller zu werden. Während die Schweizerin Juliana Suter bereits fix als Gesamtsiegerin feststeht, matchen sich dahinter gleich acht Läuferinnen – darunter drei Österreicherinnen – um die restlichen zwei Podestplätze. Crans Montana-Siegerin Wembstadt hält aktuell bei 337 Punkte, die Schweizerin Delia Durrer, die in Crans Montana zwei dritte Plätze holen konnte, hat jetzt 334 Zähler am Konto. Dahinter dann ein ÖSV-Paket: Schöpf hat mit 330 Punkten die beste Ausgangslage, die Tirolerinnen Christina Ager und Lena Wechner gehen mit jeweils 295 in die letzte Abfahrt am 16. März. Ebenfalls noch mit Chancen: Esther Paslier (Fra/282), Elena Dolmen (It/260) und Monica Zanoner (It/259).
Auf den Spuren von Puchner
Für Schöpf wird das Rennen in El Tarter Neuland sein. „Auf der Strecke bin ich noch nie gefahren“, erzählt die Atomic-Pilotin. „Nachdem vor zwei Jahren allerdings dort auch das Weltcupfinale gefahren wurde, werde ich mir die Videos von damals sicherlich noch anschauen.“ Eines wahrscheinlich ganz genau: jenes von Olympia-Silbermedaillengewinner Mirjam Puchner. Die Salzburgerin hatte sich nämlich in Andorra einen ihrer bislang zwei Weltcupsiege gefeiert.
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