"Wir haben das Problem, an die jungen Leute zu transportieren, dass es noch freie Plätze in den Lehrwerkstätten, in den Ausbildungsstätten gibt", so Niessl. Deshalb wird via Homepage des Landes über Jobs und offene Lehrstellen, überbetriebliche Berufsausbildung und die entsprechende Förderung informiert. Zusätzlich können auch benötigte Formulare heruntergeladen werden.
Jugendliche für Beruf und Lehre fit machen
Nach dem Berufsausbildungsgesetz gibt es mehrere Möglichkeiten für Kurse, erläuterte Rezar: Bei der integrativen Lehrausbildung sollen Jugendliche fit gemacht werden für den Beruf oder die Lehre. Im Rahmen von Lehrgängen werde den Jugendlichen ermöglicht, nach einer Basisausbildung innerhalb von ein bis zwei Jahren einen Lehrplatz zu finden. Im Zuge der Lehrgänge kann auch eine Facharbeiterausbildung abgeschlossen werden.
Die dritte Variante sind die Lehrwerkstätten, wo Jugendliche nach der Schule eine Facharbeiterausbildung absolvieren können. Interessierte, die die Chance auf einen Ausbildungsplatz ergreifen wollen, müssen sich beim Arbeitsmarktservice (AMS) melden. Neueinsteiger beginnen jeweils im Oktober.
Die Teilnehmer bekommen im ersten und zweiten Lehrjahr 240 Euro netto monatliche Ausbildungsbeihilfe, so Rezar. Ab dem dritten Lehrjahr sind es 555 Euro. Die Kosten für die Ausbildungsmaßnahmen tragen Land Burgenland, AMS und Europäischer Sozialfonds. Die Zahl der Lehrwerkstätten hat sich seit 2005 auf zwölf verdreifacht.
Derzeit besuchen 424 junge Burgenländer eine von 37 Ausbildungsmaßnahmen. Österreichweit nutzen 12.000 Jugendliche die Ausbildungsgarantie, so Rezar. "Im Burgenland gibt es die höchste Lehrlingsförderung aller Bundesländer", erklärte der Landesrat. Eine einkommensschwache Familie erhalte für einen Lehrling pro Jahr knapp 1.500 Euro Unterstützung. Knapp 1.200 Lehrlinge werden so gefördert.
15 Praktikanten im Landesdienst tätig
16 Lehrlinge sind derzeit beim Land Burgenland tätig. Neun weitere sollen laut Landeshauptmann noch hinzukommen. Im Landesdienst sind derzeit auch 15 Praktikanten für ein halbes Jahr beschäftigt. Gelegenheit zum "Hineinschnuppern" in die Praxis hatten im Vorjahr außerdem 135 Ferialpraktikanten. Heuer sind bisher 128 angemeldet, so Niessl. Sowohl mit den Lehrlingen als auch mit den Praktikanten sei man - bis auf ganz wenige Ausnahmen - "sehr zufrieden".
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