Villen, Museen, Kirchen oder Pfarrhöfe beherbergen oft wertvolle Gemälde, Schmuck oder Skulpturen. Sie sind deshalb immer wieder das Ziel von Kunstdieben, auch in Kärnten. Manche gestohlenen Werke schaffen es sogar auf internationale Fahndungslisten. Einige kehren nach Jahren zurück, andere bleiben hingegen verschwunden.
Die Jagd auf gestohlene Kunstschätze erstreckt sich nicht nur über Staatsgrenzen, sondern sogar über Kontinente. Auch bei der Kärntner Kripo gibt es eigene Beamte, die auf Kunstdiebstähle spezialisiert sind und eng mit dem Bundeskriminalamt und mit Interpol zusammenarbeiten.
„Auch wenn sich in Kärnten jährlich Kunstdiebstähle ereignen, ist die Zahl dieser Delikte in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen“, sagt Peter Biedermann, einer der im Landeskriminalamt dafür zuständigen Ermittler. In den Achtzigern, Neunzigern und zum Teil auch noch nach der Jahrtausendwende habe es in Kärnten eine regelrechte Kunstdiebstahlserie gegeben.
Fotos von Kunstwerken erleichtern Ermittlungen. Sie können über Interpol weltweit abgerufen und kontrolliert werden!
Peter Biedermann vom Landeskriminalamt
„Die Täter hatten es dabei vor allem auf Kirchen und Pfarrhöfe abgesehen“, erzählt Biedermann, der dabei auch auf einen der größten Ermittlungserfolge des Landeskriminalamtes anspielt: Wie auch in der „Krone“ berichtet, ist es Kunstfahndern 2017 gelungen, wertvolle mittelalterliche Tafelmalereien aufzuspüren, die im Jahr 1986 aus der Leonhardikirche in Bad St. Leonhard im Lavanttal gestohlen worden waren.
Zu in Kärnten verschollenen Kunstwerken, die es zuletzt auf internationale Fahndungslisten geschafft haben, zählen etwa die im Jahr 2019 aus einem Pfarrhof in Kühnsdorf gestohlenen Gemälde des irischen Malers Sean Scully sowie des Avantgardisten Hans Bischoffshausen. Auch nach den im Vorjahr aus einem Lavanttaler Pflegeheim gestohlenen Aquarellen von Leo Sauer wird nach wie vor gefahndet.
Wieder aufgetaucht sind hingegen die im heurigen Jänner verschwundenen Gemälde aus einem Hotel in Arnoldstein. „Sie wurden am Hotelgelände entdeckt“, erklärt Biedermann, der Kunstliebhabern rät, ihre Schätze stets zu fotografieren und zu dokumentieren. Denn ohne Fotos sei eine Fahndung kaum erfolgversprechend.
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